Als „gefühlte Beinpinkler“ werden die Grünauer Kicker auf der offiziellen Homepage Austria Salzburgs vorm Samstag-Duell diffamiert. Für Coach Franz Aigner ein „völlig unnötiges Hass-Schüren“. Der Klub lässt sich das nicht gefallen.
Was ist da in jenen Austria-Verantwortlichen gefahren, der am Mittwoch auf der Klub-Homepage die Vorschau auf das Samstag-Spiel in der Regionalliga in Wals-Grünau (14) ankündigt? Da werden die Grünauer von vorne bis hinten diffamiert, gleich im zweiten Satz ist von „eher nur gefühlten Beinpinklern“ (siehe Faksimile) die Rede.
Dass im letzten Duell Grünaus Christian Schnöll eine (verdiente) Rote Karte für ein Foul gesehen hatte, kann es allein nicht sein. Grünau-Coach Franz Aigner, der bei der „alten Austria“ seine größten Erfolge feierte, war jedenfalls brennheiß. „Ich weiß nicht, was sie damit bezwecken wollen. Einen Gegner derart abzuwerten und lächerlich zu machen, ist zumindest nicht unser Stil. Wir haben bis jetzt mit der Austria immer eine super Zusammenarbeit gehabt. Aber das ist ein Hass-Schüren, eine wahre Hetzjagd.“ Grünau wird quasi als Holzhackertruppe dargestellt, die im Herbst 35 „Gelbe“ und drei rote Karten gesehen hat. Zum Vergleich: Die Austria hält bei 33 Gelben, einmal Gelb-rot.
Wir haben mit der Austria immer gut zusammen gearbeitet. Für den, der das geschrieben hat, muss es Konsequenzen geben.
Wals-Grünau-Coach Franz AIGNER
„Für den, der das geschrieben hat, erwarte ich Konsequenzen. Wir haben das unserem Vorstand weitergeleitet, der das sicher nicht auf sich sitzen lassen wird. Wir erwarten uns eine Entschuldigung“, stellt Aigner klar, der auch das Gespräch mit Austria-Coach Christian Schaider suchte.
Austria-Boss wusste nichts
Austria-Obmann Claus Salzmann, den die „Krone“ gestern in Wien erreichte, wusste zumindest bis gestern Mittag nichts von dem Artikel. „Ich werde aber mit dem Verantwortlichen der Austria-Homepage reden.“
Was nötig sein wird. Bei aller Rivalität: es geht um Fußball und nicht um Krieg.
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