Selbst angezählt

Rapid: Mit Roter Laterne ist Didi kaum zu halten

Verlieren verboten - sonst könnte das 100. Liga-Spiel als Rapid-Trainer für Didi Kühbauer am Sonntag (14.30 Uhr, hier im LIVETICKER) gegen Tirol das letzte sein! Sportchef Zoran Barisic und das Präsidium halten sich vor dem Kellerduell bedeckt, gießen kein Öl ins Feuer.

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„Ein Fußballer darf nicht an den Trainer denken, sondern nur an seine persönliche Leistung, um alles abzurufen, um das Spiel zu gewinnen.“

Didi Kühbauer hofft, dass seine Spieler heute gegen WSG Tirol die Brisanz ausblenden. Normalerweise kein Kracher. Heute geht es um viel, für Rapids Coach wohl um seinen Job. Und das in seinem 100. Bundesliga-Spiel in seiner grün-weißen Trainer-Ära (Punkteschnitt 1,69). Nur Hickersberger, Pacult und Barisic hielten sich in diesem Jahrtausend länger. Bei Kühbauer sind es jetzt exakt drei Jahre.

Zwei Saisonen erfolgreich
Zwei Saisonen erfolgreich: Cupfinale, Vize-Meister, Europa-League-Gruppenphasen, trotz Verjüngung und Einsparungen - Don Didi sorgte für Ruhe im Pulverfass. Aber jetzt ist Rapid so schlecht wie noch nie in die Meisterschaft gestartet: fünf Pleiten, nur acht Punkte nach neun Runden. Im Kellerduell gilt heute verlieren verboten, sonst baumelt in der Länderspielpause die Rote Laterne in Hütteldorf. Eine Blamage.

Und dann ist wohl auch die Klub-Ikone nicht zu halten. So ist das Fußball-Geschäft. Was man in Hütteldorf weiß, aber nicht anspricht, um nicht noch mehr Öl ins Feuer zu gießen: „Können Sie garantieren, dass Sie im Herbst noch ihren Job haben“, konterte zuletzt Sportchef Barisic im ORF-Interview auf die Frage nach Kühbauers Zukunft. Man habe vollstes Vertrauen in das Team.

Selbst angezählt
So tickt auch das Präsidium um Boss Bruckner, öffentlich will man nichts (mehr) sagen. Das Gefüge sei intakt, die Mannschaft homogen, ganz anders als bei den Rauswürfen von Büskens, Canadi und Djuricin. Daher wollte man Kühbauer nie zum Thema machen. Aber das machte Don Didi selbst, indem er vom Telefonat mit Bruckner erzählte, meinte, „dass es Wichtigeres als Fußball gäbe“. Damit zählte er sich selbst an ...

Rainer Bortenschlager
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