26.09.2021 06:00 |

Fälscher im Visier

29 Flugpassagiere mit Corona-Fake-Tests erwischt

Während die Polizei mit Schwerpunktaktionen mögliche 3G-Fälscher in der Gastronomie ins Visier genommen hat, werden auch auf dem Airport Wien-Schwechat immer wieder Corona-Sünder aus dem (Flug-)Verkehr gezogen. Allein im September versuchten 29 Passagiere, mit gefälschten PCR-Zertifikaten ein- oder auszureisen.

In Messengerdiensten wie Telegram oder WhatsApp geistern sie seit Monaten herum. Gruppen mit Tausenden Mitgliedern, in denen schamlos gefälschte PCR-Tests und Impfzertifikate, meist um 100 Euro pro Person, feilgeboten werden. Genau diese Art der illegalen Erschleichung eines 3G-Nachweises ist dem Innenministerium seit geraumer Zeit ein Dorn im Auge.

Mehr als 30 Anzeigen bei Kontrollen in Lokalen
Wie ausführlich berichtet, durchkämmten erst von Donnerstagabend bis in die Nacht auf Freitag hinein Polizisten Beisln, Cafés und Nachtclubs in ganz Wien. Zwar wurden dabei mehr als 30 Anzeigen ausgestellt, doch keiner der dubiosen Passfälschungen aufgestöbert.

29 gefälschte Zertifikate
Anders gestaltet sich die Lage auf dem Flughafen Wien-Schwechat. Seit Anfang September fischten Polizisten bei den dortigen Gesundheitskontrollen 29 Passagiere aus dem Verkehr. Allesamt hatten gefälschte negative PCR-Testzertifikate dabei. 23 der Angehaltenen wurden bei der Einreise nach Wien geschnappt - alleine 22 von ihnen aus der albanischen Hauptstadt Tirana. Sie wurden angezeigt, an der Grenze zurückgewiesen und mussten die Heimreise antreten.

Ein aus Athen einreisender Syrer stellte, ebenso wie ein Landsmann, der nach Oslo wollte, Antrag auf Schutz. Auch fünf Rumänen auf dem Weg nach London wurden angezeigt.

Die Albaner zeigten sich nach anfänglichem Leugnen geständig. Sie hatten die falschen Zertifikate zuvor im Internet erstanden.

Stefan Steinkogler
Stefan Steinkogler
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