24.09.2021 13:16 |

Nicht geimpft/genesen

2G-Regel könnte Kickl jetzt zum Verhängnis werden

Die neuen Corona-Regeln werden für FPÖ-Chef Herbert Kickl, der am Freitag mittels Pressekonferenz seinen mangelhaften Antikörper-Status bekannt gab, wohl demnächst zum Hindernis: Nachtgastronomie und größere Veranstaltungen sind in Wien für Ungeimpfte und Ungenesene ab 1. Oktober tabu - auch bundesweit dürfte es früher oder später zu solchen Restriktionen kommen. Da hilft dann auch kein negativer Test mehr.

Zur Erinnerung: Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) hatte in Wien kürzlich angekündigt, den Plan der Regierung noch nachzuschärfen. Mit Oktober gilt in der Bundeshauptstadt unter anderem Folgendes:

  • Nachtgastronomie: 2G (geimpft/genesen) für Kunden, für Mitarbeiter 2,5G (geimpft/genesen/PCR-getestet)
  • Veranstaltungen: 2G ab 500 Personen für Besucher, für Mitarbeiter 2,5G

Wie die Stadt Wien unlängst gegenüber krone.at bestätigte, wird die 2G-Regel dort unabhängig von Art der Veranstaltung oder Infektionslage ab 500 Personen gelten - also egal ob Opernhaus oder Fußballplatz. In die Disco darf man dann ohnehin nur noch mit 2G.

Sofern Herbert Kickl also nicht als Barkeeper o. Ä. anheuert, dürfte der FPÖ-Chef hier Probleme bekommen. Findige Twitter-User machten unmittelbar nach Kickls Impf-PK darauf aufmerksam.

Auch bundesweit dürften - je nachdem, wie schnell die Corona-Zahlen ansteigen - im Herbst die ersten Verschärfungen schlagend werden.

Der Stufenplan der Bundesregierung (Grafik oben) sieht ebenfalls vor, dass in Nachtgastronomie und bei größeren Veranstaltungen nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt haben - allerdings erst, wenn in Österreich insgesamt 300 Intensivbetten belegt sind.

ÖVP glaubt Kickl nicht
Derweil geht der - nicht zuletzt durch eine „Krone“-Story entstandene - Streit um Kickls Impfstatus weiter. Seitens der ÖVP hieß es Freitagmittag: „Als Volkspartei fordern wir von Herbert Kickl eine eidesstattliche Erklärung und eine Bestätigung durch ein öffentliches Spital und einen öffentlichen Notar. Irgendein Antikörper-Nachweis und die Aussage eines ehemaligen Kandidaten auf der FPÖ-Liste zur Ärztekammerwahl sind schlicht zu wenig, um die Behauptung zu untermauern, weder geimpft noch genesen zu sein“, so Generalsekretär Alexander Melchior. Kickls Erklärung sei „absurd“ und „völlig unglaubwürdig“ gewesen - Fortsetzung damit wohl garantiert.

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