Großes Gedränge

Neuer Busfahrplan gefährdet Schüler zusätzlich

Kärnten
25.02.2011 09:52
Seit Einführung des neuen Fahrplans steigen die Sorgen vieler Eltern. Auch bei den Schulbussen wurde der Takt verlängert. Ergebnis: Es stauen sich noch mehr Mädchen und Buben an den Haltestellen. Es kommt zu nicht ungefährlichen Rangeleien beim Einsteigen und im Bus ist das Gedränge noch größer als früher.

"Schon früher gab es in den Bussen von der Hasnerstraße Richtung Ebenthal ein Gedränge. Doch wenigstens fuhren sie alle 20 Minuten", erzählt die Mutter von zwei Mädchen, die in der Stadt in die Schule gehen. "Jetzt gibt’s nur noch zwei Busse pro Stunde. Die Folge ist, dass schwächere und kleinere Kinder gar keine Chance mehr haben, in den ersten Bus zu kommen. Wenn es nicht einmal mehr einen zweiten gibt, dann stehen sie weitere 30 Minuten neben einer stark befahrenen Straße." Maria Weitlaner hofft, dass kein Kind zu Schaden kommt: "Meine Tochter wurde gestern während der gesamten Fahrt so gegen den Fahrscheinentwerter gedrängt, dass sie Druckstellen im Brustbereich hatte..."

Unzählige Klagenfurter machen derzeit ihrem Unmut Luft und beschweren sich auch im Rathaus. Bürgermeister Christian Scheider hat reagiert und schon für Montag zu einer Bus-Krisen-Sitzung geladen. Die Folge war, wie berichtet, die Einberufung eines "runden Tisches" für Mittwoch durch Verkehrsreferent Peter Steinkellner. Nächste Woche wird also zweimal getagt. Eine Chance für die Busfahrer...

"Kärntner Krone"

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