„Die Betrüger füttern ihre Menschen zuerst mit hohen Gewinnversprechungen an und quetschen sie dann wie Zitronen aus“, sagt Chef-Betrugsermittler Gerald Sakoparnig vom LKA OÖ. Sechs Betrugsopfer gingen den Tätern binnen einer Woche in Oberösterreich ins Netz und verloren über eine Million Euro. Die Polizei warnt.
„Seit dem ersten Lockdown waren der Kontakt zu Banken und Versicherungen oft eingeschränkt. Die Leute hören aber ständig, dass mit einem Sparbuch kein Geld zu machen ist, und wollen Ersparnisse trotzdem vermehren“, erklärt Sakoparnig, warum Betrüger leichtes Spiel haben.
Hohe Gewinnversprechen
In Inseraten im Internet versprechen Gauner Reichtum ohne Arbeit, locken mit niedrigen Eingangsbeträgen von 250 Euro. Interessierte werden dann von einem „Trader“ kontaktiert, der auszuloten versucht, wie viel bei ihnen zu holen ist. Auf einem fiktiven Kontor können sie in den ersten Tagen enorme Gewinne nachverfolgen, schießen meist weiteres Geld nach. „Sobald die Opfer aber eine Gewinnauszahlung beantragen, werden sie vertröstet, dann ist das Geld weg und der angebliche Trader nicht mehr erreichbar“, weiß der Chefermittler und warnt: „Derartig lukrative Finanzgeschäfte mit 200, 300, 400 und mehr Prozent Gewinn gibt es nicht. Bei diesen Angeboten handelt es sich um Betrug!“
Sechs Opfer binnen einer Woche
Für sechs Oberösterreicher, die sich seit Donnerstag der Vorwoche bei der Polizei gemeldet haben, kommt die Warnung leider zu spät. Sie haben über eine Million Euro verloren.Ein Opfer hat allein 500.000 Euro eingesetzt. Im laufenden Jahr entstand in Oberösterreich durch Anlagebetrug bereits ein Schaden von 40 Millionen Euro.
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