29.07.2021 08:00 |

Polizeieinsatz in Graz

Finderin wollte Schildkröte nicht zurückgeben

Szenen wie aus einem Kriminalfilm, inklusive Polizeieinsatz, „Kidnapping“ und Strafandrohung - wegen einer Schildkröte. Das geliebte Haustier einer Grazer Familie war ausgebüxt, wurde von der Finderin nicht mehr herausgerückt und musste von der Exekutive zurückgeholt werden. Die Besitzer werden wohl zur Kasse gebeten.

„Schildenfeld“ heißt die heiß geliebte Schildkröte einer Grazer Familie, benannt nach dem ehemaligen Sturm-Abwehrchef. Dass das mit seinem Panzer ebenso wehrhafte Tier gerne einmal ausbüxt, hatte jetzt aber Folgen. „So gut der Garten auch abgesichert ist, so zwei- bis dreimal im Jahr findet unser Ausbruchskünstler leider den Weg nach draußen“, so der Grazer Besitzer, dem das Tier 2011 geschenkt worden war. „Wir suchen ihn dann immer wie verrückt.“ Auch diesmal hängte die Familie Zettel in der Nachbarschaft auf.

Ein „Hinweis“ kam dann auch - aber ein mysteriöser. Eine Dame meinte, sie hätte „Schildi“ gefunden, das Tier sei aber ihren Nachforschungen zufolge nicht angemeldet, das würde eine „saftige Strafe“ für die Besitzer geben. Ohne ihren Namen zu nennen, legte sie auf. Damit machte sich die Familie noch mehr Sorgen - „Schildi“ hat zudem einen nervösen Magen und braucht spezielles Futter.

„Total peinlich so was“
Durch Hinweise aus der Nachbarschaft kam man schließlich auf die Finderin. „Doch unsere Schildkröte wurde schlicht nicht rausgegeben, so was ist doch lächerlich! Wir mussten dann leider sogar die Polizei bemühen, total peinlich so was.“

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Doch unsere Schildkröte wurde schlicht nicht rausgegeben, so was ist doch lächerlich! Wir mussten dann leider sogar die Polizei bemühen, total peinlich so was.

Die Besitzer der Schildkröte

Die Streifenbeamten holten „Schildenfeld“ schließlich von der Finderin zurück. „Die Beamten waren ausgesprochen nett.“

„Sie ersparen damit viel Kummer“
Was der Besitzerin wichtig ist: „Wir machen das aus zwei Gründen publik: Wenn Sie ein Tier finden, das verzweifelt gesucht wird, dann melden Sie sich bitte. Sie ersparen damit anderen viel Kummer.“ Und: „Wir wussten schlicht nicht, dass man die Haltung von Schildkröten melden muss. Das geht anderen vielleicht gleich.“ Und man erspart sich Strafandrohungen, wenn man dem folgt.

Christa Blümel
Christa Blümel
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