Frech und ungeniert

Häftling nutzte die Freigänge für Coups in Gotteshäusern

Österreich
18.02.2011 07:30
Er kann’s offenbar nicht lassen - ein 60-jähriger Mann aus dem Südburgenland, der in der Justizanstalt in Graz eine Strafe absitzen muss, soll Freigänge genutzt haben, um Diebstähle zu verüben. Der Häftling plünderte nach Polizeiangaben in mehreren Kirchen die Opferstöcke - Ermittler kamen dem mutmaßlichen Serientäter jetzt auf die Schliche.

Seit Monaten verbüßt der 60-Jährige aus Oberwart seine Strafe in Graz-Jakomini, diesen Sommer sollte er aber entlassen werden. Daraus wird wohl nichts - denn hinter Gittern hatte der Verurteilte offenbar schon die nächsten kriminellen Pläne geschmiedet.

Der Häftling soll dann gute Miene zum bösen Spiel gemacht haben. Weil er sich anständig verhielt, durfte der 60-Jährige immer wieder für kurze Zeit die Gefängnismauern verlassen. Dabei dürfte er die Gelegenheit ausgenutzt haben - so klapperte der Freigänger laut Polizei Kirchen ab, brach Opferstöcke auf und stahl die Spenden der Gläubigen - bevor er in die Justizanstalt zurückkehrte.

Jetzt forschten die Ermittler den umtriebigen Häftling als mutmaßlichen Täter aus. Neben gescheiterten Diebstählen sollen mindestens fünf Coups in den steirischen Bezirken Weiz und Hartberg auf das Konto des Burgenländers gehen. Die Beute: 330 Euro Münzgeld.

von Karl Grammer, Kronen Zeitung

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