Täglich auf Stadt-Tour

Waldviertler Schwäne wollten Städter werden

Eineinhalb Wochen hielt eine junge Schwanenfamilie die Bezirksstadt Waidhofen an der Thaya auf Trab. Weite Wanderrouten legten die Tiere zu Fuß zurück, um von den Kiebitzteichen in das Einkaufszentrum zu kommen. Natürlich hatte es die Familie nicht ganz so mit Verkehrsregeln. Viele Anrufe besorgter Bürger folgten.

Eine zu hohe Schwanenpopulation – und damit zu große Territoriumskämpfe – vermutet die Teichwirtefamilie Kainz als Grund dafür, dass die Schwäne von der Stadt so angezogen wurden. Dass sich viele Schwanenfamilien auf dem Areal der Teichwirte ansiedeln, freut die Brüder Andreas und Florian Kainz: „Es dürfte ihnen bei uns gefallen!“ Jedoch sind die Vögel mitunter auch aggressiv – die Konkurrenz muss da vorsichtig sein.

Seit Mittwoch vor zwei Wochen haben sich die tierlieben Teichwirte schon oft auf den Weg gemacht, um eine Schwanenfamilie vom gefährlichen Stadtverkehr wegzulotsen. Manches Mal gefielen der Schwanenfamilie Waidhofner Gärten oder das Areal des Einkaufszentrums so gut, dass sie dort lange ausharrte.

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Der Stadtverkehr war für die Schwanenfamilie zu gefährlich. Es war wichtig, einen Lebensraum zu finden, wo die Jungen gefahrlos groß werden können.

Kommandant Christian Bartl freut sich, dass alles gut ausging.

Viele besorgte Bürger riefen bei Einsatzkräften oder Gemeinde an, um auf die Vögel aufmerksam zu machen. Die Stadtfeuerwehr Waidhofen rückte in der Vorwoche aus, um die Tiere am Vormittag aus einem Vorgarten zu bergen und zum Teichareal zurückzubringen. „Zu Mittag wurden sie schon wieder in der Stadt gesichtet“, erzählt Kommandant Christian Bartl. Mit dem letzten Einsatz sollte die Gefahr nun aber vorbei sein: In Absprache mit dem Amtstierarzt wurden die Schwäne an den Thayafluss zwischen den Orten Thaya und Niederedlitz übersiedelt, weit von der Bundesstraße entfernt. Dort sollte es auch keine Artgenossen geben.

René Denk
René Denk
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