Kickl zu Asylpolitik:

„Täter werden geschützt, Opfer stehen im Regen“

Politik
16.07.2021 15:22

FPÖ-Parteiobmann Herbert Kickl hat eine ganz klare Ansicht, was die Asylpolitik betrifft. Im Gespräch mit Moderator Gerhard Koller nimmt er in „Nachgefragt“ Bezug auf seine präferierte Vorgangsweise im Umgang mit verurteilten Asylwerbern und spricht über die „unnötige“ 3-G-Regel und den Erfolg des Ibiza-Untersuchungsausschusses. 

Angesprochen auf den derzeitigen Umgang mit verurteilten Asylwerbern, sagte Kickl, seiner Meinung nach müsse schon nach einem Ladendiebstahl „Schluss mit lustig“ sein. „Hier muss das Asylverfahren beendet werden, auch innerhalb der Berufungsfrist. Diese Leute sind außer Landes zu bringen.“ Im Idealfall solle man jene Menschen in ihr Herkunftsland zurückschicken, sonst in einen Drittstaat, und als letzte Lösung bliebe noch ein Transitzentrum.

FPÖ-Chef Herbert Kickl im krone.tv-Studio (Bild: krone.tv)
FPÖ-Chef Herbert Kickl im krone.tv-Studio

Kritik an der Rechtsstaatlichkeit
Nach dem aktuellen Fall rund um die 13-jährige Leonie, die auf brutale Art und Weise ums Leben gekommen ist, sieht er die Rechtsstaatlichkeit in Österreich mit kritischen Augen. „Derzeit werden die Täter geschützt, die Opfer im Regen stehen gelassen. Um diese Leute möchte ich mich kümmern.“ Kickls Meinung nach müsse der rot-weiß-rote Asylstandort unattraktiv werden, denn man müsse verhindern, dass Asylwerber aus Destinationen, Tausende Kilometer entfernt, nach Österreich kommen. Außerdem würde er nicht nur Schlepper, sondern auch Menschen, die sich schleppen lassen, bestrafen.

Zitat Icon

Derzeit werden die Täter geschützt, die Opfer im Regen stehen gelassen. Um diese Leute möchte ich mich kümmern.

FPÖ-Chef Herbert Kickl

Erfolgreichster Ibiza-U-Ausschuss
Die Ergebnisse des Ibiza-U-Ausschusses stimmen den Parteiobmann der FPÖ zunehmend positiv: „Es ist der erfolgreichste Untersuchungsausschuss der zweiten Republik.“ Viele Details rund um die führende Volkspartei seien dabei ins Licht gekommen. Den Zusammenhang mit der FPÖ sehe Kickl nur im geringen Maße. „Das Ibiza-Video war nur der Namensgeber - wie bei einem Sezier-Kurs hat man den tiefen, türkis-schwarzen Staat herausgehoben“, so Kickl.

Den gesamten Talk mit FPÖ-Bundesparteiobmann Herbert Kickl sehen Sie im Video.

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