Nur 60 derartige Fälle seien bisher in der medizinischen Literatur aufgezeichnet, so Kaulfersch: „Das Mädchen war bereits ein paar Tage krank, als es vom Arzt ins Klinikum geschickt wurde.“ Eine erste Untersuchung hat aber kein Ergebnis gebracht. Der Primar: „Als sie zum zweiten Mal ins ELKI kam, waren EKG und Laborwerte wieder unauffällig. Nach Stunden fiel das Kind plötzlich in einen Schock und starb. So etwas kommt extrem selten vor.“
„Wir müssen wissen, was zu dem Infekt geführt hat“
Kaulfersch hat Anweisung gegeben, penibel nach der Todesursache zu suchen: „Laut Pathologen war es eine Herzmuskelentzündung. Eine seltene Form, die sich binnen Stunden so sehr verschlimmern kann.“ Er will aber noch weitere Tests: „Es wird sogar eine molekularbiologische Untersuchung gemacht. In Wien allerdings, das geht bei uns gar nicht. Aber wir müssen wissen, was zu dem Infekt geführt hat.“
Das sei man allein schon den Eltern schuldig: „Sie müssen auch Gewissheit haben, selbst nichts falsch gemacht zu haben.“
Der Leiter der internen Station im ELKI ist vom Tod der kleinen Klagenfurterin tief betroffen: „So etwas nimmt die Ärzte und das Pflegepersonal immer besonders her.“
von Serina Babka, Kärntner Krone









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