06.07.2021 09:30 |

Kunstinstallation

Vor Kunsthaus Bregenz trieben Hanfpflanzen aus

Mehrere Hundert Plastikkübel, gefüllt mit fruchtbarer Erde von Vorarlberger Äckern, bilden seit dem Frühjahr einen ganz besonderen Garten vor dem Bregenzer Kunsthaus. Die Idee geht auf den 2020 verstorbenen österreichischen Künstler Lois Weinberger zurück - und trug vor Kurzem ganz besondere Blüten.

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Flugsamen sollten die Erde in den rund 900 Kübeln befruchten und durch zufälliges Wachstum eine Pflanzeninsel auf dem Karl-Tizian-Platz bilden. „In den kommenden Monaten darf dort wachsen, was will. Was das sein wird, wird sich zeigen“, ist auf der Homepage des KUB zu lesen.

Spaßvögel am Werk
Die Rechnung hatte KUB-Chef Thomas D. Trummer allerdings ohne ein paar Bregenzer Spaßvögel gemacht, die in einer Nacht-und-Nebel-Aktion ganz spezielle Flugsamen streuten. Via Instagram postete Trummer unter den Hashtags „growth“ und „ersteswachstum“ wenige Tage später stolz die ersten Bilder der zarten Pflänzchen - offenbar nicht ahnend, dass es sich dabei um Hanfpflanzen handelte. Eine weitere Woche danach ragten dann prächtig gedeihende Cannabispflanzen zwischen dem anderen Grün hervor.

Dem Vernehmen nach hielt sich die Begeisterung von KUB-Chef Trummer über den Zuwachs im Kunstgarten sehr in Grenzen. Vor ein paar Tagen philosophierte er noch vor Publikum auf der Bielerhöhe über den Witz in der Kunst, doch nun stellt sich heraus, dass die Humorfähigkeit des Museumsleiters nur in engen Grenzen zu funktionieren scheint.

Entfernung angeordnet
Entgegen der Absicht des unbekannten „Cannabis-Kommandos“ entspannte der Hanf den 53-jährigen Kurator und Kunsthistoriker nicht. So soll er in der Folge das Entfernen des aufsehenerregenden Grüns angeordnet und sogar seinen Krankenstand unterbrochen haben, um das Ausmisten der ungeliebten Pflanzen persönlich zu überwachen.

„Wir reißen nichts aus“
Beim KUB will man die sich um das Entfernen der Pflanzen rankenden Gerüchte nicht bestätigen. Weder die Krankenstandsgeschichte stimme, noch sei der Hanf anlässlich eines Besuchs von Kulturlandesrätin Barbara Schöbi-Fink ausgerissen worden. „Mir ist das dubiose Pflänzchen aufgefallen“, bestätigt Laura Heinzle, Pressesprecherin des KUB die Existenz zumindest einer Hanfpflanze. Wer diese inzwischen entfernt habe, sei nicht bekannt. „Die Installation wird nicht aktiv von uns berührt. Wir reißen nichts aus, sondern überlassen die Entwicklung der Natur.“

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