30.06.2021 12:48 |

„Dürfen schon rein!“

Clubs sperren auf: Regierung auf Lokalaugenschein

Ab Donnerstag darf in den heimischen Clubs und Diskotheken wieder ausgelassen gefeiert und getanzt werden. Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) und Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) machten sich am Mittwoch im Wiener Innenstadtlokal Volksgarten ein Bild von den Vorbereitungen für den „Sommer der Lebensfreude“ und checkten auch gleich per Smartphone ein. „Ja, grün“, bestand die türkise Ministerin den 3-G-Test vor Ort.

Denn Voraussetzung für den Besuch der Nachtgastronomie ist, wie bereits aus dem Kaffeehaus und Restaurant bekannt, ein Nachweis, dass man gegen Corona geimpft, negativ getestet oder genesen ist. Köstinger appellierte an die Betreiber, dies auch zu kontrollieren.

Schärfere Kontrollen oder härtere Strafen für jene Gastronomen, die hier ein Auge zudrücken oder erst gar nicht danach fragen, denkt man in der Regierung derzeit nicht an: Es werde stichprobenartig kontrolliert und gebe auch bereits Strafen, betonte Mückstein auf Journalistenfragen, man schaue sich das Thema im Ministerium aber derzeit an. Grundsätzlich seien alle gemeinsam dafür verantwortlich, dass die Öffnungen auch bleiben, erinnerte der Minister.

Manager: Gäste wollen strenge 3-G-Kontrolle
Volksgarten-Eventmanager Philipp Schwarzendorfer, glaubt ohnehin, dass es auch bei den Gästen gut ankomme, wenn streng kontrolliert wird, und dass diese auch gut vorbereitet antanzen. In dem Lokal mit großem Outdoor-Bereich, das für sich den „Sommer der Lebensfreude“ ausgerufen hat, wurde sogar eigens geschultes Personal eingestellt, um den 3-G-Nachweis zu checken, unterstrich Clubmanager Ali Pasha Ilkhanipour, bevor er gleich selbst Hand anlegte und - für die Kameras - die Regierungsmitglieder kontrollierte: „Ja, grün“, attestierte er Köstinger, „Sie dürfen schon rein!“ Und auch Mückstein zeigte erfolgreich seinen entsprechenden QR-Code am Smartphone her - „großartig!“.

Mückstein: „Jetzt sind die Jungen dran“
Trotz vereinzelten Überlegungen, für die Nachtgastronomie Genesene, Geimpfte und Getestete unterschiedlich zu behandeln, bestand Mückstein darauf, dass diese gleichgestellt seien. Aber Gastronomen könnten selbstverständlich über ihr Hausrecht strengere Maßstäbe setzen, fügte Mückstein an, der auch abermals appellierte, sich impfen zu lassen. „Jetzt sind die Jungen dran“, frohlockte er angesichts der bevorstehenden Öffnungen. Man wolle nun den Jungen „die Chance geben, zu beweisen, dass das funktioniert“.

Die Sperrstunde fällt, zunächst dürfen die Clubs aber nur bis zu 75 Prozent ihrer Kapazität gefüllt werden. Außerdem fällt die Maskenpflicht, und zwar nicht nur für die Gäste. Auch das Personal könne aufatmen, bekräftigte Köstinger. Beim Medientermin im Club am Vormittag kam freilich ohnehin noch niemand außer Atem - der Lokalaugenschein kam ohne Feierstimmung aus.

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