110-Millionen-€-Krimi

Flüchtiger Geldwäscher in Österreich gefasst

Aufsehen erregender Zugriff in Österreich: Im Auftrag der US-Justiz klickten für den international gesuchten - in seiner Heimat Türkei auch als Wohltäter bekannten Konzernchef - Sezgin Baran K., die Handschellen. Der Investor soll für bereits verurteilte Betrüger umgerechnet rund 110 Millionen Euro gewaschen haben. Während laufender Korruptionsermittlungen war er im Dezember untergetaucht.

Um umgerechnet rund 430 Millionen Euro wurde die US-Finanz von einem Unternehmen geprellt – über Steuerabzüge für die vermeintliche Produktion von erneuerbaren Energiekraftstoffen. Während die Hauptverdächtigen bereits im Bundesstaat Utah verurteilt wurden, laufen die Ermittlungen im Dunstkreis der Firma auf Hochtouren.

Im Hauptvisier der US-Behörden: Geschäftsmann Sezgin Baran K. aus der Türkei. Der Verdächtige (für ihn gilt die Unschuldsvermutung) soll im Auftrag der Betrüger 110 Millionen der ergaunerten Summe in seiner Heimat gewaschen, oder, wie er es nennt, „investiert“ haben.

Auch in der Türkei auf der Fahndungsliste
Und auch in der Türkei steht der Unternehmer auf der Fahndungsliste. Gesucht wegen Verdacht der schweren Korruption. Als der Verdächtige, dem auch die mittlerweile eingestellte Regionalfluglinie Borajet gehörte, im Dezember 2020 verhaftet werden sollte, war er aber bereits über alle Berge.

„Kein Zufall“, wie der türkische Mafiapate Sedat Peker jüngst in der weltweit für Aufsehen sorgenden Video-Botschaft an seinen erklärten Feind, den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, enthüllte. Demnach habe der Innenminister den Geschäftsmann, der in seiner Heimat mit Gratis-Stipendien und Schulbauten als Wohltäter gilt, rechtzeitig vor dem Zugriff gewarnt.

Bundeskriminalamt und die Polizei im Bezirk Gmunden in Oberösterreich verhafteten Sezgin Baran K. aber nun im Auftrag der US-Behörden! Er sitzt vorerst im Wiener Landesgericht.

Klaus Loibnegger
Klaus Loibnegger
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Freitag, 30. Juli 2021
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