17.06.2021 06:00 |

Ende der Pandemie?

Sind wir über den Corona-Berg?

Wenige Infektionen, dafür mehr Freiheiten: Zum Sommerstart scheint die Pandemie in Salzburg schon fast überstanden zu sein. Experten warnen jedoch vor zu viel Euphorie.

Die Covid-Schutzmaßnahmen werden immer weiter gelockert – in der Vergangenheit hatte das meist hohe Infektionszahlen zur Folge. Nun steigt aber die Hoffnung, dass es dieses Mal anders ist: Trotz offener Gastronomie, längerer Sperrstunde und gelockerter Maskenpflicht sind die täglichen Neuinfektionen mehr als überschaubar. So waren es in Salzburg am Mittwoch nur sechs Personen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Wir erinnern uns: Im November verzeichnete das Bundesland mehr als 800 Neuinfektionen pro Tag. Dementsprechend niedrig ist auch Salzburgs 7-Tage-Inzidenz. Sie betrug am Mittwoch 8,8 – und wardamit im Bundesländer-Vergleich nach dem Burgenland und der Steiermark die drittniedrigste.

Auch in den Bezirken hat sich die Lage merklich entspannt. 85 Salzburger Gemeinden sind coronafrei – der Lungau bleibt aber weiterhin der einzige Bezirk mit einer 7-Tage-Inzidenz von null. Doch auch die anderen Bezirke haben Werte im einstelligen Bereich – bis auf den Flachgau. Hier gibt es bei einer Inzidenz von 18,9 die meisten Covid-Erkrankten.

Nur ein Covid-Patient ist auf der Intensivstation
Seit Beginn der Pandemie starben in Salzburg 584 Covid-Positive mit oder an dem Virus – auch hier geht die Anzahl der täglichen Todesfälle stark zurück. Weniger Covid-Kranke meinen auch weniger Infizierte in den Salzburger Spitälern: Am Mittwoch mussten nur neun Corona-Patienten im Spital behandelt werden, davon einer auf der Intensivstation.

Der Trend stimmt also – und Impfung, sommerliches Wetter und viele Tests scheinen einen großen Beitrag zum Virus-Tiefstand zu leisten. Experten warnen jedoch vor zu viel Euphorie, schließlich könnte sich die Situation schnell wieder ändern – so wie nach dem letzten Sommer. Das Land wird deswegen trotz der recht überschaubaren Anzahl der Neuinfektionen die Kontaktpersonennachverfolgung weiterhin an sieben Tagen der Woche durchführen.

Marie Schulz
Marie Schulz
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