03.02.2011 09:12 |

Anti-Raucher-Stadt

NYC: Rauchverbot in allen Parks und Fußgängerzonen

Die härteste Anti-Raucher-Stadt der Welt bleibt ihrem Kurs treu: Das Stadtparlament von New York City hat am Mittwoch eine Ausweitung des bereits bestehenden Nichtraucherschutzgesetzes auf öffentliche Plätze beschlossen. In den 1.700 Parks und Fußgängerzonen der Stadt kostet ein Griff zum Glimmstengel 50 Dollar Strafe.
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Die Mittagspause mit Kaffee und Tschick im Central Park, die Rauchpause am Times Square und der qualmende Spaziergang am Flussufer werden für die New Yorker Raucher bald der Vergangenheit angehören. Die Abgeordneten des Stadtparlaments votierten am Mittwoch mit 36 zu zwölf Stimmen für das strikte Rauchverbot, das neben Restaurants und Bars künftig auch in den 1.700 Parks der Stadt, an Uferpromenaden und in Fußgängerzonen gelten soll.

Verstöße werde mit einer Geldbuße von 50 Dollar (36 Euro) bestraft. Nach der Unterschrift von Bürgermeister Michael Bloomberg soll das Gesetz in drei Monaten in Kraft treten.

Bloomberg: Bürger leben länger
"In diesem Sommer werden die New Yorker auf der Suche nach frischer Luft und Erholung frei atmen können und sich an die Strände legen, die nicht mehr mit Zigarettenstummeln bedeckt sind", erklärte Bloomberg, der als strikter Befürworter des Rauchverbots gilt.

Bereits seit neun Jahren gilt in New York ein Rauchverbot in Bars und Restaurants. Bloomberg meinte, seit 2002 lebten die Einwohner der Stadt im Schnitt 19 Monate länger.

Ein Fall für die Justiz?
Bei Rauchern stößt das neue Gesetz auf scharfe Kritik. Ihrer Meinung nach werden damit die Freiheitsrechte des Menschen verletzt. Der Abgeordnete Robert Jackson, ein Demokrat aus Harlem, verglich das erweiterte Rauchverbot gar mit den Restriktionen einer Diktatur: "Wir gehen hier zu weit. Derartige Verbote kennzeichnen sonst nur totalitäre Regimes." Beobachter rechnen damit, dass die New Yorker Raucher das Gesetz vor Gericht bringen werden.

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