Austria Klagenfurt steigt nach dem 1:0-Sieg im Rückspiel der Relegation gegen St. Pölten in die Bundesliga auf. Schon im Hinspiel fertigten die Kärntner St. Pölten mit 4:0 ab. Nach fünf Jahren geht es für die Niederösterreicher damit wieder in die 2. Liga. Verteidiger Kofi Schulz, dessen Zukunft nach Vetragsende noch ungewiss ist, zeigte seine Entäuschung nach dem Abpfiff. „Ist schwer irgendwelche Worte dafür zu finden. Es ist eine Dreckssituation“, so Schulz im „Sky“-Interview nach dem Spiel.
Nach der Hinrunde hatte es für St. Pölten noch sehr gut ausgesehen, war die Mannschaft noch auf Kurs Richtung Meisterrunde. Danach folgte der Einbruch, für Schulz war dies letzlich der ausschlaggebende Punkt: „Wir haben die komplette Rückrunde verkackt. Es ist schwer, nach so einem katastrophalen Saisonfinish irgendwelche Worte zu finden. Wir müssen irgendwie schauen, dass wir nach vorne blicken und uns aus dem Sumpf rausziehen“, so der 31-Jährige. Nachsatz: „Für mich war unter anderem der Trainerwechsel ausschlaggebend, das hat uns auseinander gebracht. Das war das Team von Robert Ibertsberger.“
„Feuerwehrmann“ Gerald Baumgartner, der erst vor einem Monat die Mannschaft übernommen hatte, konnte das Ruder nicht mehr rumreißen. „Dass diese Spirale so lange nach unten gegangen ist und kein Trainerwechsel geholfen hat, ist zu hinterfragen. Jeder muss vor der eigenen Tür kehren und dann muss man nach einer gewissen Phase, wo man sehr enttäuscht ist, neuen Mut schöpfen.“ Beim heutigen Spiel kann Baumgartner der Mannschaft „wenig vorwerfen, vergeigt haben wir es im Hinspiel.“
Trainer-Altmeister Peter Pacult, der im Winter Robert Micheu ablöste, feiert einen überraschenden Aufstieg. „Riesenkompliment an die Mannschaft. Die Spieler sind zum Schluss am allerletzten Zylinder gelaufen, haben sich von Anfang bis zum Ende gewehrt. Die letzten zwei Tage waren sehr schwierig für mich, ich hatte Kopfkino. Nach dem 4:0 hat jeder nur mehr vom Aufstieg geredet, und es war irrsinnig schwierig, da die Ruhe zu bewahren, weil ich gewusst habe, dass noch ein zweites Spiel kommt.“
Angesprochen auf seine eigene Zukunft erklärte Pacult, „dass sich der Vertrag bei Aufstieg verlängert.“
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