29.05.2021 08:35 |

Grundlose Attacke

Angriff auf Polizisten: Strafantrag eingebracht

Nach dem Angriff auf mehrere Wiener Polizisten vor einer Polizeidienststelle ist nun gegen den 20-jährigen Verdächtigen ein Strafantrag eingebracht worden. Dem jungen Mann wird demnach Widerstand gegen die Staatsgewalt und schwere Körperverletzung angelastet.

Ohne ersichtlichen Grund war der aus Albanien stammende Österreicher auf die Beamten losgegangen. Er klingelte in der Nacht auf Donnerstag bei der Dienststelle und lockte diensthabende Polizisten unter einem Vorwand aus dem Gebäude in der Vorgartenstraße im Bezirk Brigittenau. Bei dem daraufhin überraschenden Angriff auf die Polizisten wurde eines der vier Opfer schwer verletzt, auch er trug bei dem Handgemenge Blessuren davon. 

Kein Alkohol- oder Drogenkonsum festgestellt
Ob der 20-Jährige bis zum Verhandlungstermin in U-Haft verbleibt, ist noch offen. Derzeit befindet sich der junge Mann auf der Krankenabteilung der Justizanstalt Josefstadt. Weiters soll abgeklärt werden, ob bzw. inwieweit ein psychischer Ausnahmezustand tatbestimmend war. Die Landespolizeidirektion hatte nach der Festnahme des Mannes erklärt, es lägen keine Hinweise in diese Richtung vor. Auch Alkohol- und Drogeneinfluss waren demnach nicht nachzuweisen. Seitens des Gerichts hieß es, die Entscheidung über die U-Haft werde am Wochenende fallen.

Drei Beamte hatten nach dem Zwischenfall mit Prellungen, Rissquetschwunden und Sehnenverletzungen stationär versorgt werden müssen. Der in Wien geborene Verdächtige war bisher „nicht einschlägig“ aufgefallen.

Als fingierten „Notfall“ gab er an, er habe eine Sporttasche in einer Bushaltestelle in der Nähe gefunden und bat um Hilfe. Zwei Beamte folgten ihm ins Freie, worauf der 20-Jährige ohne weiteres auf den ersten Polizisten losging und ihm Faustschläge ins Gesicht verpasste. Obwohl rasch Verstärkung anrückte - insgesamt sieben Polizisten versuchten den Mann zu bändigen -, ließ der Bursch weiter die Fäuste sprechen. Insgesamt vier Beamte verletzte der 20-Jährige, drei davon konnten ihren Dienst nicht weiter versehen.

Das Motiv ist weiter unklar. Der Mann hat diesbezüglich bisher keine Angaben gemacht.

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