Im Dunkeln verirrt

Zwei Suchaktionen hielten Retter nachts auf Trab

Oberösterreich
23.01.2011 17:42
In der eisigen Nacht auf Sonntag haben zwei Suchaktionen die Einsatzkräfte auf Trab gehalten: In Engelhartszell verirrte sich ein 78-jähriger Heimbewohner, er konnte unterkühlt von Helfern gefunden werden. Dank der Wärmebildkamera eines Hubschraubers wurde in Laakirchen ein 17-jähriger Ballbesucher nach Stunden entdeckt.

Der Schüler aus Zell am Pettenfirst im Bezirk Vöcklabruck hatte am Samstag einen Maturaball im Veranstaltungszentrum Steyrermühl besucht. Doch das feuchtfröhliche Vergnügen hätte Stunden später fast tragisch geendet: Gegen 23 Uhr rief Tobias seine Eltern an, sie mögen ihn mit dem Auto abholen. "Ich gehe euch entgegen", meinte der Bursch. Das wäre ihm beinahe zum Verhängnis geworden.

Als Vater und Mutter ankamen, fanden sie ihren Sohn nirgendwo. Der Grund: Der 17-Jährige wollte offenbar eine Abkürzung bei den Traunauen nehmen, kam zu einer kaputten Brücke und verlor dann völlig die Orientierung im Gelände. Der von den besorgten Eltern alarmierten Polizei gelang es, den Vermissten per Handypeilung zur orten. Dank der Wärmebildkamera eines Salzburger Polizeihubschraubers wurde der 17-Jährige ausfindig gemacht: "Da steht er!", so lautete die Frohbotschaft gegen 5 Uhr in der Früh. 

Auch Pensionist verirrt
Ebenfalls mit Unterkühlungen wurde nach einer zweistündigen Suchaktion, an der sich 14 Hundeführer der Österreichischen Rettungshundebrigade beteiligten, ein 78-Jähriger aufgefunden: Dieser war nach einem Abendspaziergang nicht mehr ins Sankt Bernhardheim in Engelhartszell zurückgekehrt.

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