Experten erstaunt

„Respektlos!“ Mane nach Klopp-Causa in der Kritik

Für Jürgen Klopp gibt es „kein Problem“. TV-Experten sehen das anders. Sadio Manes verweigerter Handschlag mit seinem Trainer nach dem Sieg gegen Manchester United sei „respektlos“, urteilt etwa Sky-Analysator Michael Owen. Er ist mit seiner Kritik an Mane nicht allein.

„Jürgen Klopp machte es im Interview geschickt und spielte den Vorfall herunter“, so Owen. In der Tat hatte Klopp nach dem Vorfall gemeint, Sadio sei „etwas wütend“ gewesen, weil er nicht in der Startelf gewesen war. Er, Klopp, hatte im Training spät entschieden, dass Diogo Jota, und nicht Mane spielen werde. Normalerweise würde er Spieler seine Entscheidungen erklären, diesmal aber sei zu wenig Zeit dafür gewesen. „Das ist aber alles“, so Klopp. Sprach‘s und hakte das Thema ab.

Owen: „Das sorgt für böse Stimmung“
Owen aber will hinter der Aktion mehr erkannt haben, als Klopp sich ein- und der Öffentlichkeit zugestehen will. „Das kannst du mit deinem Trainer nicht machen, schon gar nicht in aller Öffentlichkeit“, urteilte Ex-Teamstürmer Owen via Sky: „Wenn der Spieler nicht glücklich ist, muss er etwas sagen, aber das kann er nicht machen. Das ist respektlos und sorgt für schlechte Stimmung bei Fans und Mitspielern.“

Keane: „Ich hätte das auch nicht gewollt“
Experten-Kollege Graeme Souness, einst Liverpool-Kapitän, sekundierte: „Mane sollte Respekt zeigen. Was er gemacht hat, war respektlos dem Trainer und dem Verein gegenüber.“ Nur Roy Keane ging die Sache etwas differenzierter an, wie wohl auch er Manes Verhalten „außerhalb der Norm“ ortete. Aber: „Als ich Spieler war, hätte ich auch nicht gewollt, dass der Trainer zu mir kommt, um abzuklatschen.“ Das sei ein neuer Trend. Während seiner Zeit bei ManUnited unter Alex Fergusen sei das undenkbar gewesen.

Mane verweigerte Handschlag
Was konkret für so viel Aufregung gesorgt hatte: Jürgen Klopp ging nach dem Spiel aufs Feld, um mit eigenen und gegnerischen Spielern abzuklatschen. Nur bei einem blitzte er ab: bei Sadio Mane. Während Klopp ausholte, um einzuschlagen, schüttelte Mane sichtlich verärgert den Kopf und ging weg. Für Klopp ist „alles gut, alles erledigt“. Und zumindest auf Instagram ließ sich Mane ebenfalls nichts von seiner schlechten Laune anmerken:

Er ließ seine Fans nur an den „drei wichtigen Punkten“ erfreuen. Von schlechter Stimmung wollte er auf Insta nichts wissen.

Michael Fally
Michael Fally
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