12.05.2021 13:00 |

Schwimmen

Ausnahmetalent startet bei EM-Premiere in neue Ära

Erstmals seit 2008 fährt ein Salzburger Schwimmer zu einer Europameisterschaft in der allgemeinen Klasse. Was sich der erst 16-jährige SSM-Schüler Luka Mladenovic in Budapest vornimmt und wie der Rohdiamant der SU Generali Salzburg die Chance auf einen Start bei Olympia 2024 sieht.

Lang, lang ist’s her: 2008 schaffte es letztmals ein Schwimmer aus Salzburg zu einer EM in der allgemeinen Klasse. Oliver Schmich beendete nach den Europameisterschaften in Eindhoven seine internationale Karriere.

Starts über 100 und 200 Meter Brust
Damals war Luka Mladenovic von der SU Generali Salzburg drei Jahre alt. Und nun, mit zarten 16, scheint die internationale Karriere des in Salzburg geborenen Schwimm-Asses mit serbischen Wurzeln richtig Fahrt aufzunehmen. Der SSM-Schüler qualifizierte sich Ende April in Graz mit Landesrekord über 200 m Brust (2:14,55 Minuten) souverän für die EM in Budapest. Am Freitag bricht Mladenovic gen Ungarn auf – eine 13-jährige Salzburger Durststrecke geht so zu Ende.

Großes Saisonziel ist Jugend-EM in Rom
Vor seiner ersten „großen“ EM, wo nächste Woche Auftritte über 100 und 200 m Brust warten, steigt die Spannung. „Ich bin ein bissl aufgeregt, es ist doch alles neu“, gibt Luka zu.

Eigentlich ist er voll im Aufbau für die Jugend-EM im Juli in Rom, trainiert neunmal in der Woche. „Mit Krafttraining komme ich auf 27 bis 30 Stunden“, rechnet Luka vor. Aber auch aus dem Training heraus traut er sich in Ungarn eine 2:15er-Zeit über 200 m Brust zu.

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Die EM ist wichtig, um internationale Luft zu schnuppern. Da darf man jedoch nicht zuviel von Luka erwarten. Anfang Juli bei der Jugend-EM in Rom traue ich ihm aber Finaleinzüge zu.“

Salzburgs Schwimmverbands-Präsident Clemens Weis

Für Salzburgs Verbandspräsident Clemens Weis, der die Karriere von Mladenovic seit Kindheitstagen verfolgt, steht fest: „Die EM ist wichtig, um internationale Luft zu schnuppern. Da darf man aber nicht zuviel erwarten. Anfang Juli in Rom traue ich ihm aber Finaleinzüge zu.“ Denn in der U18-Europarangliste liegt er über 200 m Brust auf Rang vier, über 100 m in den Top-6.

Aufs Olympialimit fehlen noch vier Sekunden
Wie sehr schaut Mladenovic Richtung Olympia-Quali 2024? „Da fehlen noch vier Sekunden auf die 200 m, aber das ist machbar, ich habe viel Potenzial“. Sollte es 2024 nicht klappen, hat er auch die Spiele 2028 und 2032 im Visier. Weis traut ihm jedenfalls noch einen großen Entwicklungssprung zu. „Ich bin seit 1996 in Salzburg, habe seither noch nie so ein Talent gesehen.“

Herbert Struber
Herbert Struber
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