Politik putzt sich ab

Unis zu, aber kein Geld zurück für Öffi-Ticket

Wien
10.05.2021 15:34

Corona und Lockdown haben auch den Studenten viel abverlangt. Vorlesungen und Seminare vor dem Computer, die Unis großteils gesperrt. Per Petition forderten Betroffene Geld zurück beim Öffi-Ticket und die ÖVP möchte eine Jahreskarte für Studierende. Doch Wiener Magistrat und Rathauspolitik fühlen sich nicht zuständig oder putzen sich ab.

Der Ist-Stand: Studierende in Wien müssen vier mal im Jahr Fahrscheine kaufen. Zwei Semestertickets (September bis Jänner und Februar bis Juni), sowie zwei Monatstickets in den Sommerferien. Da im Lockdown kaum wer zur Uni gependelt ist, forderten Betroffene die Rückerstattung. Begründung: Sie konnte ihre Fahrkarte im Herbst-/Wintersemester 2020/21 wegen der gesperrten Hochschulen schwerlich nutzen. Die MA 62 (Wahlen/Recht) sagt, die Stadt sei der falsche Ansprechpartner. Die Wiener Linien sind ein ausgegliederter Rechtskörper.

Die Öffi-Betreiber wollen vom Retourgeld aber nichts wissen. Begründung: Mit dem Semesterticket können im gesamten Stadtgebiet Fahrten gemacht werden und nicht nur der Weg zur Hochschule, heißt es. U-Bahnen, Bus und Bim sind stets unterwegs gewesen. Die Verkehrsbetriebe hätten somit ihren Teil des Vertrages erfüllt.

Von Öffi-Stadtrat Peter Hanke wollte die ÖVP wissen, ob Kontrollore im Februar gezielt Studenten vor Unis auflauern, die auf das neue Ticket vergessen haben.  Der Verdacht der Türkisen: Die hohen Strafgelder (105 bzw. 115 Euro) sollen das Budget der Wiener Linien aufbessern. 

Hanke sieht sich für die Frage nicht zuständig, hält jedoch das aktuelle Ticketmodell für das beste. Übergangsfristen oder eine Jahreskarte seien organisatorisch (zu) kompliziert. Für Harald Zierfuß (JVP) sind das Ausflüchte: „Was bei TOP-Jugendtickets für Schüler und Lehrlinge geht, muss für Studenten ebenso möglich sein. Wir kämpfen weiter für eine günstige Studenten-Jahreskarte.“

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