09.05.2021 07:33 |

„Krone“-Kommentar

Hebein-Steuer

Rudolf Anschober war einmal Gesundheitsminister. Können Sie sich daran noch erinnern? Das war dieser Volksschullehrer, für den alle Wochen entscheidend waren, außer die entscheidenden. Die Strahlkraft der meisten Politiker a.D. hat eine ganz spezielle Halbwertszeit: Kaum ist bei der Rücktrittsrede der letzte Satz gesprochen, haben sich die Amtsträger quasi aufgelöst. Geben wir es zu: Ohne ihre Seepocken hätten wir Arbeitsministerin Christine Aschbacher auch längst vergessen.

Birgit Hebein hingegen wird uns in Erinnerung bleiben. Als Déjà-vu-Gefühl - jedes Mal wenn wir das Wort Scheitern hören. Die Grünen-Chefin scheiterte an der autofreien Innenstadt, an einem brauchbaren Parkpickerl (wie ihre Nachfolgerin übrigens auch), an den Pop-up-Radwegen, an ihrem Pipi-Pool am Gürtel, sie scheiterte am Bürgermeister und nicht zuletzt an sich selbst.

Und für all das gönnt sich Hebein nach ihrem Ausscheiden aus der Politik eine üppige Gehaltsfortzahlung. Bis zu 91.000 Euro für ein halbes Jahr Nichtstun. In einer Zeit, in der so viele Wiener wegen Corona ihre Jobs verlieren, ihre Wohnungen, am Ende die Hoffnung. Der Steuerzahler subventioniert mit dieser Hebein-Steuer eine grüne Fehlbesetzung, die heute Fotos von ihrer Dachgeschoßwohnung postet und auf Asyl-Demos mitmarschiert. Zeit hat sie ja.

Gehaltsfortzahlungen stehen Politikern zu. Uns bleibt nichts übrig, als das Beste daraus zu machen. Sehen wir es als eine Art Schutzgeld. Wien ist Hebein-frei! Genießen wir das.

Michael Pommer
Michael Pommer
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