Ausgerechnet Timo Werner, der vermeintliche Chancentod, brachte den FC Chelsea am Mittwoch im Halbfinal-Rückspiel der Champions League gegen Real Madrid in Führung. Doch eine wirklich schwierige Aufgabe war das nicht! „Im Hinspiel war ich der Depp, jetzt hab ich meinen Fehler gut gemacht“, jubelte der Matchwinner nach dem Finaleinzug.
Es war in der 28. Minute: N‘Golo Kante spielt rund 30 Meter vor dem Tor einen Doppelpass mit Werner und schickt dann Kai Havertz in den Strafraum. Der Deutsche lupft die Kugel über den herauslaufenden Real-Keeper Thibaut Courtois. Aber er trifft nur die Latte. Werner steht goldrichtig. Völlig alleingelassen nickt der ehemalige Leipzig-Star den Ball aus einem Meter in die Maschen ein. Kein schwieriges, aber ein wichtiges Tor! Und das nicht nur für die „Blues“.
Wurde Werner doch von britischen Medien, ob seiner Abschlussschwäche sogar schon als Fehleinkauf abgetan. Schon im Hinspiel verstolperte der deutsche Teamstürmer eine Mega-Chance. „Den muss er machen. Aber er ist verunsichert“, lautete die Analyse von „Sky“-Experte Lothar Matthäus damals angesprochen auf die Unform des Chelsea-Stürmers.
488 Minuten ohne Tor
Nun ist der Bann aber nach 488 Minuten ohne Tor gebrochen. Werner erzielte seinen vierten Champions-League-Treffer für die Londoner, den ersten seit Anfang November gegen Rennes. „Im Hinspiel war ich der Depp, aber diesmal hab ich den Fehler gut gemacht. Viele haben von dem Finale geträumt. Jetzt ist der Kindheitstraum real“, so der Matchwinner nach dem Spiel.
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