Schien auf gutem Weg

Nierenkrebs rafft Irland-Ikone mit 54 Jahren dahin

Irlands Fußball trauert um eine seiner großen Ikonen: Alan McLoughlin ist tot! Im Alter von gerade einmal 54 Jahren riss eine heimtückische Krebs-Erkrankung jenen Mann aus dem Leben, ohne den sich das Nationalteam Irlands nicht für die WM 1994 qualifiziert hätte. Besonders tragisch: Nach der Krebs-Diagnose 2012 schien McLoughlin lange auf einem guten Weg zu sein ...

McLoughlin absolvierte als Mittelfeld-Akteur 42 Länderspiele für Irland - eine beachtliche Zahl, die alleine bereits seinen Wert für sein Team veranschaulicht. Doch zur irischen Fußball-Ikone wurde er vor allem in einem Match, durch ein ganz besonderes Tor - den Ausgleich zum 1:1 gegen Nordirland, der Irland zur Fußball-WM in den USA brachte. Nicht von ungefähr knüpfte der irische Verband FAI auf Facebook bei seiner Trauerbekundung an dieses Ereignis an. „Die FAI gedenkt mit Irland-Fans überall auf der Welt des großen Alan McLoughlin an diesem traurigen Tag für den irischen Fußball. Wir werden uns immer an diese Nacht im November erinnern. Ruhe in Frieden, Alan.“

Damals, an diesem 17. November 1993, war ganz Irland auf die Fixierung des WM-Tickets eingestimmt gewesen - gerade einmal einen Punkt musste man dafür aus Belfast in Nordirland mitnehmen. Doch alles wäre beinahe anders gekommen! Als in Minute 73 Jimmy Quinn die Nordiren in Führung schoss, schienen sich die WM-Träume in Luft aufzulösen - doch nur 3 Minuten später rückte der kurz zuvor eingewechselte McLoughlin die Verhältnisse wieder zurecht. Irland, gecoacht von England-Legende Jack Charlton, holte letztlich den einen benötigten Punkt - und fuhr zur WM in den USA ...

Auf Klub-Ebene war McLoughlin vor allem bei Swindon Town und beim FC Portsmouth in der 2. Liga Englands aktiv - zunächst als Spieler und dann auch als Trainer bzw. Funktionär. 2012, Jahre nach seinem Karriere-Ende, schockte ihn dann die Diagnose Nierenkrebs. Er nahm den Kampf auf, ließ sich operieren, unterzog sich verschiedenen Therapien und schien die Krankheit auch lange Zeit einigermaßen im Griff zu haben - doch 2019 kehrte der Krebs endgültig mit voller Wucht zurück ...

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