21.04.2021 17:07 |

Solide in der Krise

Industrie-Konjunktur bleibt trotz Corona stabil

Solide, trotz zahlreicher Herausforderungen aufgrund der Pandemie - so sei die aktuelle Situation in der Vorarlberger Industrie zu beurteilen, resümiert Michael Amann, Geschäftsführer der Sparte Industrie der Wirtschaftskammer. Die angespannte Rohstoffsituation bereitet den Unternehmern die größten Sorgen.

43 Unternehmen mit insgesamt 23.693 Beschäftigten haben sich an der quartalsmäßigen Umfrage von Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung beteiligt. Das Ergebnis: Der „Geschäftsklima-Index“ der Industrie - das ist der Mittelwert aus der aktuellen Geschäftslage und der Einschätzung der Geschäftslage in sechs Monaten - hat sich gegenüber dem vierten Quartal 2020 weder verschlechtert noch verbessert und ist mit einem Wert von +24,60 Prozent-Punkten exakt gleichgeblieben. „Der Industriemotor läuft weiter gut, die internationalen Preisentwicklungen gilt es aber genau zu beobachten“, sagt Amann.

Steigende Rohstoffpreise
Insbesondere das Exportgeschäft brummt: 64 Prozent bezeichnen den aktuellen Stand ihrer Auslandsaufträge als gut, für 22 Prozent ist er durchschnittlich (saisonüblich) und nur 14 Prozent sind mit der Auftragslage unzufrieden.
Angesichts der internationalen Rohstoffpreisentwicklung erwarteten sich 46 Prozent höhere Verkaufspreise in drei Monaten, die Geschäftslage in sechs Monaten wurde von 76 Prozent als gleichbleibend eingeschätzt. An einen Abbau von Mitarbeitern wurde nicht gedacht: 99 Prozent gingen von einem gleichbleibenden oder wachsenden Personalstand aus. „Wie sehr unsere regionale Industrie von globalen Dimensionen abhängig ist, zeigen die aktuellen Preisentwicklungen bei den Rohstoffen, wie etwa Stahl, Zement, Kunststoff oder Holz“, erklärt Amann. Das Hochfahren der Wirtschaft führe zu Verwerfungen und Engpässen. Nicht immer wird dabei fair gespielt: So werden etwa Container für die Exportwirtschaft künstlich verknappt, um die Preise künstlich in die Höhe zu treiben. Von diesen globalen Verflechtungen sei jetzt auch Vorarlberg spürbar betroffen.

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