14.04.2021 12:37 |

Bis zu 30.000 Dosen

Wien: Unsicherheiten bei Impfstofflieferungen

Geplant sind insgesamt 700.000 Impfdosen, die die Bundeshauptstadt Wien bis 2. Mai erhalten soll - einzig: Ob die Liefermengen tatsächlich halten, ist ungewiss. Probleme bei den Lieferungen gibt es derzeit mit dem Vakzin von AstraZeneca, nicht mehr gerechnet wird vorerst auch mit jenem von Johnson & Johnson. Schwierigkeiten bei den fixen Impfterminen soll es vorläufig keine geben.

Es könnten 20.000 bis 30.000 Dosen weniger als ursprünglich in Aussicht gestellt verfügbar sein, hieß es am Mittwoch auf APA-Anfrage aus dem Büro von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ). Nicht mehr kalkuliert werden würde mit knapp 3600 Dosen von Johnson & Johnson - diese hätte Wien noch in dieser Woche erhalten sollen -, zudem mit weiteren 6700 Dosen, die in der letzten April-Woche hätten geliefert werden sollen.

Wie berichtet, hat Johnson & Johnson die Lieferungen seines Impfstoffs nach Europa zuletzt gestoppt, Behörden in den USA hatten wegen nach der Impfung aufgetretenen Sinusvenenthrombosen die Impfung mit dem Vakzin ausgesetzt. Darüber hinaus bestehen auch weiterhin Probleme mit dem Impfstoff des Herstellers AstraZeneca. Noch keine Lieferbestätigung gibt es für 17.000 im Impfplan vorgesehene Dosen, hieß es.

Fixe Impftermine nicht in Gefahr
Auswirkungen auf Wiener mit einem konkreten Impftermin habe das vorerst nicht, wurde seitens der Stadt betont. Man müsse nicht befürchten, dass dieser abgesagt werde. „Vorerst gibt es keine Auswirkungen auf den Impffahrplan“, so die Stadt. Biontech/Pfizer liefere beständig und zuverlässig, bei AstraZeneca habe man „kleine Reserven“ angelegt, somit sei gewährleistet, dass die für eine Vollimmunisierung erforderlichen anstehenden Zweitstiche durchgeführt werden können.

Keine Sanktionen bei mehrmaliger Impf-Abmeldung
Etwaige Sanktionen für „Impf-Taktiker“, wie es sie nun etwa in der Steiermark gibt - nach zweimaliger Abmeldung wird eine Anmeldung vorerst ruhend gestellt - wird es in Wien übrigens nicht geben. Nimmt man in der Bundeshauptstadt mehrfach einen konkreten Impftermin nicht wahr, kann man sich bei Nichterscheinen neuerlich anmelden und wird dann regulär wieder in die Warteschlange eingereiht. Darauf spekulieren, dass man mit ein bisschen Warten einen anderen Impfstoff zugeteilt bekommt, sollte man allerdings nicht. „Man kann sich den Impfstoff nicht aussuchen“, wurde seitens der Stadt Wien einmal mehr bekräftigt.

Christine Steinmetz
Christine Steinmetz
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