07.04.2021 14:25 |

Deutsche Produktion

Bayern unterzeichnet Vorvertrag für „Sputnik V“

Bayern wird laut Ministerpräsident Markus Söder noch am Mittwoch einen Vorvertrag mit einem Unternehmen in Illertissen (Bayern) für den Bezug des russischen Impfstoffs „Sputnik V“ abschließen. „Sollte Sputnik zugelassen werden in Europa, dann wird der Freistaat Bayern über diese Firma wohl im Juli zusätzliche Impfdosen erhalten, um die Impf-Zusatzkapazitäten in Bayern zu erhöhen“, sagte der CSU-Politiker in München. 

Söder geht davon aus, dass es sich um 2,5 Millionen Dosen handle. Das Werk in Illertissen würde das Vakzin dann im Auftrag der „Sputnik“-Entwickler produzieren.

Auch Österreich für rasche Bestellung
Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hatte erst kürzlich bei einer österreichischen „Sputnik“-Bestellung Tempo gemacht und sich für eine Beschaffung des russischen Impfstoffs ausgesprochen. Insgesamt könnten bis Juni eine Million Dosen geliefert werden, die ersten Tranchen könnten bereits im April eintreffen. Laut Kanzleramt belaufen sich die Kosten dafür auf rund 17 Millionen Euro.

Mehr als 50 Länder setzen auf russisches Vakzin
„Sputnik V“ wird derzeit zwar schon in rund 50 Ländern verimpft, in der Europäischen Union ist er jedoch noch nicht zugelassen. Das hinderte den ungarischen Premierminister Viktor Orban jedoch nicht daran, eine Notfallzulassung zu erteilen und das Vakzin großflächig einzusetzen.

In der Slowakei erhielt der Corona-Impfstoff am Mittwoch vorerst keine Zulassung, weil es noch nicht genügend Informationen über Nutzen und Risiko gebe.

Martin Grob
Martin Grob
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