05.04.2021 17:33 |

Gültig für Friseur

Künftig kontrollierte Selbsttests in Teststraßen

In Vorarlberg erprobt - und wohl demnächst in ganz Österreich möglich: Gemeint sind die sogenannten Selbsttests, die künftig auch in den Teststraßen direkt vor Ort unter Aufsicht selbst durchgeführt werden können. Das Ziel: die Testkapazitäten im ganzen Land auf diese Weise nochmals zu steigern. 

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Bislang gelten die „Nasenbohrer-Tests“ nicht als Zutrittstest für Friseur und Co. Werden sie allerdings unter Aufsicht in einer Teststraße durchgeführt, so werden sie in Vorarlberg und auch in Niederösterreich bereits mit einem Antigen-Test gleichgesetzt, der in Vorarlberg etwa den Besuch im Wirtshaus, oder eben im Rest Österreichs bei Friseur und Co. ermöglicht. Der Pilotversuch sei positiv verlaufen, hieß es am Montag via Aussendung seitens des Gesundheitsministeriums, weshalb ab dieser Woche die Selbsttests in ganz Österreich „kontrolliert in Teststraßen“ ihre Anwendung finden könnten.

„Kapazitäten noch einmal steigern“
Durch das Zulassen der Selbsttests würden die Kapazitäten noch einmal gesteigert werden können, erklärte Gesundheitsminister Rudolf Anschober. „Im Laufe dieser Woche erfolgt die Zulassung in der Teststrategie und damit die flächendeckende Anwendungsmöglichkeit.“

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Damit erkennen wir früh leicht-symptomatische, präsymptomatische und asymptomatische Personen.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober

„Österreich ist weltweit unter den Top-3-Ländern beim Testen und liegt etwa mehr als das Zehnfache über Ländern wie Deutschland. Damit erkennen wir früh leicht-symptomatische, präsymptomatische und asymptomatische Personen, die ansonsten nicht zur den Testungen gegangen wären und können sie aus dem Infektionszyklus herausholen“, so Anschober.

Ziel, „Testungen weiter auszubauen“
Das Ziel, so Anschober, sei es „die Testungen noch weiter auszubauen und vor allem noch stärker als bisher in die Breite zu kommen“. Aktuell werden im Durchschnitt landesweit rund 300.000 Testungen pro Tag durchgeführt. Seit Beginn der Pandemie liege man in Österreich damit bereits bei knapp 25 Millionen Tests. 

Anschober sagte zudem, er werde diese Woche versuchen, den Tests betreffenden Teil der jüngsten Corona-Gesetzesnovelle aus der Bundesrats-Blockade zu holen. Er will die rechtliche Basis für wöchentliche Berufsgruppen- und Zutrittstests im Handel rasch beschlossen haben - und nicht erst nach Ablauf der achtwöchigen Blockadefrist.

Anschober geht von Zustimmung aus
Der Gesundheitsminister geht von entsprechender Zustimmung für die Teil-Novelle aus: „Der Teil der Testungen müsste einen Konsens darstellen“, meinte er Montag. Die Novelle des Epidemie- und Covid-Maßnahmengesetzes, in der die Testungen enthalten waren, hatte der Bundesrat vergangene Woche für zwei Monate blockiert. Die Opposition stimmte mit ihrer Mehrheit dagegen. Der Grund dafür waren andere, sehr umstrittene Teile, etwa dass künftig schon ein Zusammentreffen mit mehr als vier Personen als Veranstaltung klassifiziert werden kann, oder auch der „Grüne Pass“.

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