22.03.2021 06:00 |

Bund, Länder beraten

Corona: Wie das Osterfest heuer aussehen kann

Bund und Länder beraten am Montag weitere Schritte. Klar dürfte sein: Österreichweite Lockerungen wird es keine geben. Somit wird es wieder ein anderes Ostern als vor Corona.

Regionale Schritte je nach Inzidenz, Infektionslage, Belastung der Intensivstationen – auf die wird man setzen. Denn das Zahlenbild Österreichs ist ein heterogenes. Vorarlberg, das sich trotz Lockerungen sehr gut gehalten hat, und eventuell noch Tirol dürften also mit weiteren Öffnungen rechnen. In Kärnten, Steiermark und Co. dürfte sich wohl nicht allzu viel tun. Nicht mit Lockerungen, sondern mit gewissen „Nachschärfungen“ wie verlängerten Ferien wird man wohl im Osten Österreichs rechnen müssen. Von einer Gastgarten-Öffnung ist man hier weit entfernt, in Wien glaubt man daran kaum mehr vor Mai. Heißt: Mit dem Bier im Schanigarten wird es hier nichts.

Lockerungen bei Besuchsregeln
Die Familie sollte man zum Osterfest aber persönlich sehen dürfen. Im Gespräch waren Lockerungen der Besuchsregeln in Anlehnung an jene zu Weihnachten: Am 24. und 25. Dezember waren die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen komplett aufgehoben worden. Und es waren die Kontakt-Beschränkungen deutlich gelockert: Es durften sich damals maximal zehn Personen aus bis zu zehn verschiedenen Haushalten treffen. Derzeit sind ja wieder nur Treffen von maximal vier Personen aus zwei unterschiedlichen Haushalten zuzüglich minderjähriger Kinder gestattet.

Prozessionen ja, Fußwaschung nein
Ein bisschen mehr an kirchlichen Feierlichkeiten als im Vorjahr sollte in der Heiligen Woche möglich sein. Die Bischofskonferenz hat Regeln für die Karwoche und Ostern veröffentlicht. Nach jetzigem Stand können Gottesdienste unter Beachtung der FFP2-Maskenpflicht und unter Einhaltung des Zwei-Meter-Mindestabstands stattfinden – sowie ausschließlich unter diesen Bedingungen auch Prozessionen. Denkbar sei auch ein Palmsonntagsgottesdienst, der zur Gänze im Freien stattfindet, so die Bischöfe. Was entfallen muss: die traditionelle Fußwaschung am Gründonnerstag.

Die konkreten Maßnahmen, die uns künftig dann begleiten werden, sollen sich am Montag entscheiden. Was aber jedenfalls möglich sein wird: den Sprösslingen beim Suchen ihrer Osternester zuzusehen.

Silvia Schober
Silvia Schober
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