Anja Pärson, die erst 23-jährige Weltmeisterin, die im vergangenen Winter die Pisten dominierte, ließ auch beim Auftakt in Sölden die Konkurrenz hinter sich und holte sich das erste Rennen der Saison vor der Finnin Tanja Poutiainen und Maria Jose Rienda Contreras aus Spanien. Die Österreicherinnen erfüllten die Erwartungen an sie nicht, Beste wurde Michaela Dorfmeister auf Platz 7.
Nach dem ersten Durchgang weit abgeschlagen,schafften es die Österreicherinnen auch im zweiten Lauf nicht,den Spieß noch umzudrehen und der "Schwedenbombe" die Führungabzunehmen. Nicole Hosp, die nach dem ersten Lauf mit Rang 8 besteÖsterreicherin, fiel nach dem zweiten Durchgang um zwei Plätzezurück. Michaela Dorfmeister machte sechs Plätze wettund fuhr auf den 7. Rang.
Die weiteren Österreicherinnen: ElisabethGörgl wurde 13., Silvia Berger 17. und Eveline Rohregger18. Alexandra Meissnitzer war schon in Lauf 1 ausgeschieden, imzweiten Durchgang fielen dann noch Renate Götschl, MichaelaKirchgasser und Marlies Schild aus.
Kostelic wieder am Start Janica Kostelic, seit März 2003 erstmals wiederam Start, schaffte einen sehr guten achten Platz. Der kroatischeSkistar hatte nach der fünften Knie-Operation und einem Eingriffan der Schilddrüse lange pausieren müssen. Zu 100 Prozentfit ist die 22-Jährige aber noch nicht: "Janica hat nochSchmerzen im Knie. Aber sie freut sich, wieder Rennen fahren zukönnen", sagte der Kommunikationschef des kroatischen Skiverbandes,Vedran Pavlek.
Verbale Jagd ist eröffnet Dabei hatten die Österreicherinnen im Vorfeldangekündigt, die "Schwedenbombe" vernaschen zu wollen. "EinJahr alleinige Herrschaft auf den Pisten ist genug", sagt MichaelaDorfmeister. Aber es wird nicht einfach: Denn das Kraftpaket AnjaPärson hat über den Sommer noch einiges an Power draufgepackt.Wohl auch, um nach der einsamen Klasse in den technischen Disziplinennun auch bei den Speedrennen eine gewichtigere Rolle zu spielen:"Ich habe mich richtig verliebt in die Geschwindigkeit", sagtdie erst 23 Jahre junge Weltcupsiegerin, "WM-Gold in der Abfahrt,das ist mein großer Traum", so Pärson.
Die Konkurrenz freilich hat die Schwedenbombe imVisier. Motto: Alle gegen Anja. Und die Österreicherinnensind sicher, dass es die Schwedin diesmal schwerer haben wird."Schaun, ob sie's mit 85 Kilo auch noch derfahrt. Lieber alt unddynamisch als jung und stämmig", eröffnet Dorfmeisterverbal die Jagd. Renate Götschl, die Anja im Kampf um diegroße Kristallkugel erst beim Finale unterlag, meint: "Klar,Schmalz hat sie genug. Anja - das ist perfekt trainierte Masse.Aber heuer bekommt sie viele Gegnerinnen, nicht nur mich."
Endstand RTL in Sölden: 1. Anja Pärson SWE 2:25,11 2. Tanja Poutiainen FIN 2:25,53 3. Maria Jose Rienda Contreras ESP 2:26,78 4. Kristina Koznick USA 2:26,95 5. Martina Ertl GER 2:26,99 6. Anna Ottosson SWE 2:27,34 7. Michaela Dorfmeister AUT 2:27,57 8. Janica Kostelic CRO 2:27,67 9. Nicole Hosp AUT 2:27,77 10. Karen Putzer ITA 2:27,90 11. Gail Kelly CAN 2:27,98 12. Sonja Nef SUI 2:28,25 13. Elisabeth Görgl AUT 2:28,51 14. Maria Riesch GER 2:28,92 15. Julia Mancuso USA 2:28,94 16. Maria Pietilae-Holmner SWE 2:28,95 17. Silvia Berger AUT 2:29,00 18. Eveline Rohregger AUT 2:29,19 19. Karina Birkelund NOR 2:29,20 20. Nicole Gius ITA 2:29,21 . Fränzi Aufdenblatten SUI 2:29,21 22. Barbara Kleon ITA 2:29,25 23. Resi Stiegler USA 2:29,30 24. Genevieve Simard CAN 2:29,58 25. Ana Drev SLO 2:29,76 26. Nadia Fanchini ITA 2:30,02
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.