Probleme bei Inter

Rafael Benitez steht vor der Ablöse als Inter-Trainer

Fußball
20.12.2010 12:37
Inter Mailands Präsident Massimo Moratti hat nach der heftigen Kritik von Trainer Rafael Benitez bisher jeden Kommentar verweigert. Auch am Montag, zwei Tage nach dem indirekten Angriff auf die Vereinsspitze durch den Spanier, zeigte sich der mächtige Boss des frisch gebackenen Klub-Weltmeisters wenig gesprächig. "Ich ziehe es vor, heute nichts zu sagen, um keine Kontroversen herbeizureden", meinte Moratti gegenüber Journalisten.

Der seit Juni in Mailand amtierende Spanier hatte nach dem 3:0-Triumph in Abu Dhabi die Transferpolitik des Champions-League-Siegers scharf kritisiert und auch seine Engagement bei Inter infrage gestellt.

Wörtlich erklärte der Spanier am Samstag: "Es gibt drei Möglichkeiten: Die erste ist hundertprozentige Unterstützung für den Trainer und vier, fünf neue Spieler, damit man um Titel mitspielen kann. Die zweite ist, weiterzumachen wie bisher, ohne Plan, und einer Person die Schuld zu geben. Die dritte Möglichkeit ist, dass ich mit meinem Agenten rede und wir mit dem Klub eine Einigung finden, wenn es keine Unterstützung für mich gibt", erklärte der Spanier.

Spekulationen um Nachfolger
Die "Gazzetta dello Sport" spekulierte am Montag bereits mit dem ehemaligen Roma-Trainer Luciano Spalletti als Nachfolger. Spalletti steht derzeit bei Zenit St. Petersburg unter Vertrag. Weitere Kandidaten seien Ex-Milan-Coach Leonardo oder Italiens Torhüterlegende Walter Zenga. Moratti hat jedenfalls noch Bedenkzeit: Die Winterpause in der Serie A dauert noch bis 6. Jänner.

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