05.03.2021 14:44 |

Daten herausgegeben

Google soll Rätsel um vermisste Rebecca lösen

Der Mordfall rund um Rebecca Reusch, die als 15-Jährige vor knapp zwei Jahren in Berlin spurlos verschwand, gibt der Polizei noch immer Rätsel auf. Nun hoffen die Ermittler, dass ihnen Google-Daten weiterhelfen könnten: Sie erhielten ein Speichermedium des Konzerns, auf dem alle Files gespeichert sind, die der Suchmaschinen-Gigant von dem Mädchen gesammelt hatte.

Von der Schülerin, die nach einer Übernachtung bei ihrer Schwester aus deren Haus verschwand, fehlt noch jede Spur. Doch das Mädchen hatte ein Google-Konto, das den Ermittlern nun weitere Einblicke liefern könnte. Der Konzern stellte die Daten, die in Zusammenhang mit dem Account gesammelt wurden, nun zur Verfügung, berichtete die „Bild“.

Denn der Konzern speichert nicht nur, welche Webseiten Rebecca besuchte, sondern auch, ob sie diese mit anderen Nutzern teilte oder schickte. Telefonnummern von Kontakten, Notizen, Sprachbefehle werden ebenfalls erfasst. Das Unternehmen archiviert auch die verwendeten Geräte, auf denen sich der Kontonutzer angemeldet hat, sowie die IP-Adresse - all das könnte Hinweise liefern, wo sich das Mädchen rund um den Tatzeitpunkt aufgehalten hatte.

War Account nach Verschwinden noch aktiv?
„Wir haben Google nach Daten und Standort-Erfassung gebeten. Natürlich interessiert uns zuerst, ob das Konto bei Google nach ihrem Verschwinden aktiv in Nutzung war und wo es eingeloggt war“, so ein Ermittler. Es könnte sein, dass bisher unbekannte Personen auftauchen, mit denen sich Rebecca kurz vor ihrem Verschwinden getroffen und die die Polizei noch nicht im Visier hatte.

Miriam Krammer
Miriam Krammer
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