Er darf zwar sein Rapid-Leiberl zumeist nicht sonderlich lange anschwitzen, aber ab dem Moment, da er von Coach Dietmar Kühbauer aufs Feld geschickt wird, kann immer etwas passieren - und gegen die SV Ried hat Yusuf Demir einmal mehr gezeigt, dass er nicht umsonst zu den größten Talenten der jüngeren Rapid-Geschichte zählt! Sein Zaubertor zum Last-Minute-Sieg brachte Kühbauer denn auch regelrecht ins Schwärmen - die Stimmen zu SK Rapid gegen SV Ried!
Dietmar Kühbauer (Rapid-Trainer): „Ich glaube, dass man ein gutes Spiel von uns gesehen hat. Wir haben von der ersten Minute an losgelegt, es aber verpasst, in Führung zu gehen - das Tor, das in der Luft gelegen ist, nicht gemacht. Hinten haben wir sehr wenig zugelassen von Ried. Nach der Pause haben wir weiter versucht, auf Tempo zu bleiben. Mit dem Ausschluss haben wir noch mehr nach vorne investiert, leider aber Hochkaräter vergeben. Das muss man der Mannschaft schon vorwerfen. Mit dem Tor von Yussi haben wir noch die hochverdienten drei Punkte geholt, alles andere wäre ein Jammer gewesen, weil ein großer Unterschied zwischen den beiden Teams erkennbar war.“
Zum Tor von Demir: „Es war ein Tausend-Gulden-Schuss von Yussi, wobei ich glaube, dass er ihn wirklich dorthin zirkeln wollte. Der Junge hat einen Goldfuß.“
Miron Muslic (Ried-Trainer): „Wenn man das Spiel in der 90. Minute so verliert, ist es unglaublich bitter, auch weil wir eine gute Leistung gezeigt haben. Die Anfangsphase war nicht einfach, da hat Rapid viel Druck gemacht, wir haben dem aber standgehalten. Ende der ersten Hälfte haben wir mehr Zugriff bekommen und auch selbst zwei super Umschaltmöglichkeiten gehabt. Auch zweite Halbzeit haben wir Rapid vor Probleme gestellt. Mit der Gelb-Roten Karte ist es extrem schwer geworden. Wir haben versucht, dann noch alles reinzuhauen, um einen Punkt mitzunehmen. Das ist bis am Schluss gelungen und dann macht der Junge so eine Aktion - aus 25 Metern ins Kreuzeck. Das war sehr bitter. Im Moment ist der Fußball sehr hart für uns, aber die Mannschaft lebt, ist intakt. Vom Glück verfolgt sind wir nicht, aber das kann man sich erarbeiten.“
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