WM-Start in Oberstdorf

Widhölzl: „Wir müssen es uns nur selbst zutrauen“

Ex-Tourneesieger Andreas Widhölzl feiert in Oberstdorf 2021 sein WM-Debüt als Cheftrainer. Der 44-jährige Tiroler will trotz aller Corona-Turbulenzen mit seinem Team Medaillen im Allgäu gewinnen.

„Krone“:Fünf Weltmeisterschaften hast du in deiner Springer-Karriere erlebt. Jetzt stehst du vor deinen ersten Titelkämpfen als Cheftrainer ...
Andeas Widhölzl:
Das erste Jahr habe ich mir anders vorgestellt. Mit den Corona-Fällen war es eine sehr turbulente Saison. Jetzt freue mich aber auf Oberstdorf, ich bin nicht nervös.

Bei einer WM zählen am Ende aber nur die Medaillen. Was sind deine Ziele?
Ich möchte mit Medaillen heimfahren. Das wollen die Athleten und das ganze Betreuerteam auch. Wenn die Burschen es zusammenbringen, springen sie locker um die Stockerlplätze mit.

Du hast mit dem WM-Team die Generalprobe im Weltcup ausgelassen. Wie lief eure Vorbereitung ab?
Aufgrund der aktuellen Corona-Situation in Tirol haben wir alles umgeschmissen und sind nach Planica gefahren. Es waren gute Einheiten. Es schaut positiv und vielversprechend aus.

Das Material ist im Skispringen immer ein heikles Thema. Habt ihr im Geheimen neue Sachen ausprobiert?
Wir haben wie vor jedem Großereignis neue Anzüge geschneidert. Eigentlich nichts Besonderes.

Gar keine Wunderwaffe?
Dazu sage ich jetzt nichts, aber die Anzüge gehen richtig gut. Wir haben im legalen Bereich alles ausgereizt.

Wer hat im Kurs den besten Eindruck hinterlassen?
Sie sind alle auf dem gleichen, guten Niveau gesprungen. Auf der Kleinen in Kranj war Jan Hörl der Beste. Sonst waren, wie gesagt, alle eng beisammen.

Es warten zwei Einzelspringen und zwei Teambewerbe. Wo siehst du die größten Chancen auf Edelmetall?
Wir haben eine gute und kompakte Mannschaft, Chancen sind überall da.

Im Team gab es bisher schon zwei Siege, im Einzel ist Österreich aber noch ohne Saisonerfolg ...
Es ist sogar eine Chance, dass man nicht Favorit ist. Ich traue es ihnen zu, dass sie vorne reinspringen. Sie müssen es sich auch selbst zutrauen. Nicht wünschen, sondern überzeugt sein.

Norbert Niederacher, Kronen Zeitung

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