19.02.2021 14:48 |

„Ich bin sehr traurig“

Alexis Pinturault stürzt am Weg zu RTL-Gold

Was für ein Drama! Alexis Pinturault vergibt nach einem sensationellen ersten Lauf seine riesige Chance auf Gold im Riesentorlauf. Nach einem Ausrutscher gleich nach dem Start war für den großen Favoriten alles vorbei.

Er gewann Silber in der Kombination und Bronze im Super-G - im Riesenslalom hatte der 29-jährige Franzose nach einem sensationellen ersten Lauf die große Chance mit Gold seine Sammlung komplett zu machen. Doch daraus wurde nichts! Und das trotz 0,58 Sekunden Vorsprung auf den späteren Weltmeister Matthieu Faivre.

„Ich bin sehr gut gefahren“
„Ich bin sehr gut gefahren im ersten Lauf, ich habe auch im zweiten nicht schlecht begonnen. Ich habe gewusst, ich muss nur exakt bei diesen Toren fahren, die ein bisschen ein Problem waren. Trotz allem bin ich dann, ich glaube, auch weil die Sicht schlecht war, in ein Loch rein. Ich hatte keine Zeit mehr zu reagieren, um das etwas zu korrigieren“, erklärte Pinturault nach dem Rennen.

2015 in Vail/Beaver Creek hatte Pinturault RTL-Bronze gewonnen, 2017 fiel er in St. Moritz von Platz drei auf Rang sieben zurück. Vor zwei Jahren in Aare führte er ebenfalls nach dem ersten Durchgang und rutschte in der Entscheidung auf den dritten Platz zurück. Schon damals in Schweden war die Enttäuschung groß gewesen. Pinturault hält nach wie vor bei einem Einzel-Weltmeistertitel, den er in Aare in der Kombination gewann. In Cortina hat sich der Gesamtweltcup-Führende in der Kombi mit Silber hinter Marco Schwarz begnügen müssen.

„Ich habe die Chance gehabt“
„Ich habe die Chance gehabt, diese Erfahrungen hinter mir zu lassen. Aare ist zwei Jahre her. Ich habe mich ziemlich gut gefühlt, war wirklich entschlossen. Leider war ich bei der Anfahrt zu diesem Tor etwas zu ungeduldig“, sagte Pinturault. „Mit drei Siegen im Riesentorlauf war ich der klare Favorit. Vielleicht habe ich das nicht genug von mir wegschieben können.“ Er sei enttäuscht und frustriert. „Ich wollte es hier zu Ende bringen, das hat nicht funktioniert.“

Er müsse nun versuchen, bis zum Slalom am Sonntag wieder neue Motivation zu finden. Auch im Torlauf gilt er als Medaillenanwärter. „Da wartet ein neuer Kurs. Es ist ein Kurs, wo auch ein Außenseiter gewinnen kann. Es gibt Möglichkeiten, aber es gibt eine Menge guter Leute in der Disziplin“, betonte Pinturault. Für Faivre fand er nur lobende Worte: „Ich ziehe meinen großen Hut vor ihm. Er hat zuletzt viel weitergebracht im Riesentorlauf. Ich weiß, dass er im Training einige gute Sachen auf den Skiern macht.“

Da fühlte selbst Bronze-Gewinner Marco Schwarz mit - und das, obwohl er vom Ausfall der Franzosen profitierte. Der Kärntner nach dem Rennen: „Mit der Medaille habe ich nicht mehr gerechnet. Ich habe gewusst: Der Pintu hat einen Riesenvorsprung. Er braucht es nur runterfahren und hat die Medaille. Aber das wollte er nicht - ist klar.“

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