Serie bestätigt

Rapid Wien feiert klares 3:0 über Spitzenreiter Ried

Wien
05.12.2010 19:00
Spitzenreiter SV Ried hat dem SK Rapid am Sonntag keine böse Krampus-Überraschung im Hanappi-Stadion bereitet: Die Grün-Weißen aus Hütteldorf gewannen das Spiel letztlich verdient mit 3:0 und rückten damit in der Tabelle an Erzrivalen Austria Wien heran. Die Wiener haben damit die letzten zehn Matches nicht verloren.

Vor 14.800 Zuschauern präsentierten sich die Rieder nur in der ersten halben Stunde als ernsthafter Anwärter auf die Europacup-Startplätze. Jürgen Patocka (38.), Mario Sonnleitner (53.) und Atdhe Nuhiu (59.) sorgten für klare Verhältnisse zugunsten der vor allem nach der Pause klar überlegenen Wiener.

Herbstmeister Ried startet stark
Der Rasen im Hanappi-Stadion war komplett geräumt und auch aufgrund der Rasenheizung in einem sehr guten Zustand. Das Spiel der Hütteldorfer ließ drei Tage nach dem endgültig besiegelten Europa-League-Ausscheiden zu Beginn allerdings zu wünschen übrig. Die Rieder zeigten, dass sie nicht umsonst Herbstmeister sind, waren in der Anfangsphase in allen Belangen überlegen. 

Das Glück stand der Elf von Coach Paul Gludovatz aber nicht zur Seite. Nach 1:38 Minuten traf Guillem nach einem Ideal-Lochpass zum vermeintlichen 1:0. Schiedsrichter Gangl entschied aber auf Abseits, obwohl der zurückeilende Patocka dieses aufgehoben haben dürfte. Sonst kamen die Rieder aber zu keinen Chancen, und mit Fortdauer der Partie übernahmen die Hausherren allmählich die Initiative. Bei Schüssen von Sonnleitner (25.) und Gartler (28) hatte Ried-Goalie Hesl keine Mühe. Da bei beiden Mannschaften aus dem Spiel heraus wenig zusammenlief, fiel der Führungstreffer völlig symptomatisch aus einer Standardsituation.

Nach einer Freistoßflanke von Kavlak traf der aufgerückte Patocka per Kopf aus rund sechs Metern genau ins Eck (38.). Der Ex-Mattersburger stellte damit einmal mehr seine Kopfballstärke unter Beweis, hat er doch neun seiner zwölf Bundesligatreffer, zwei davon in dieser Saison, per Kopf erzielt.

Rapidler in Hälfte zwei tonangebend
Nach dem Seitenwechsel waren die Hütteldorfer klar tonangebend. Die Rieder fielen wie in den vergangenen Partien zumeist auch in der zweiten Hälfte zurück und waren deshalb chancenlos. Nach einem kurz abgespielten Eckball flankte Saurer auf Sonnleitner und der diesmal als Außenverteidiger aufgebotene Ex-Grazer traf volley vor Hesl zum 2:0 (53.).

Sechs Minuten später wurde es für den Herbstmeister noch bitterer. Nach einer herrlichen Kombination wehrte Hesl einen Gartler-Schuss nur kurz ab und der kurz zuvor eingewechselte Nuhiu staubte zum 3:0 ab (59.). Gleich darauf verabsäumte es Gartler noch weiter nachzulegen, scheiterte etwas kläglich am Ried-Goalie (60.).

In der Schlussviertelstunde spielte die Mannschaft von Coach Peter Pacult den Sieg ruhig und gelassen über die Zeit. Für die Rieder ging damit eine Serie von fünf Runden ohne Niederlage zu Ende, sie haben damit weiterhin noch nie - in 27 Spielen (20 Niederlagen, 7 Remis) - im Hanappi-Stadion gewonnen.

Reaktionen zum Spiel:
Peter Pacult (Rapid-Trainer): "Wir haben am Sonntag und am Donnerstag zweimal auf einem schwierigen Platz spielen müssen. Es ist normal, dass man dann 20 Minuten Probleme hat, ins Spiel zu kommen und es schwer ist die Müdigkeit aus den Beinen zu bringen. Ried ist zudem eine Mannschaft die lauf- und zweikampfstark ist. Es ist dann umso schöner, wenn du so ein Ergebnis erreichst. Es war sehr wichtig, vor der Pause vorzulegen. Mit dem zweiten Tor haben wir dem Gegner die Luft genommen, das dritte Tor war sensationell. Wir haben zehn Spiele nicht verloren, das ist eine schöne Serie. Natürlich wollen wir auch das letzte Spiel mit einem positiven Ergebnis beenden. Wir haben gegen den Vierten und Ersten das Punktemaximum geholt, das ist wichtig."

Paul Gludovatz (Ried-Trainer): "Ich bin sicher nicht geschockt, hätte mir aber schon vom Resultat her etwas anderes erwartet. Wir hatten es mit 13 zu tun, die elf Spieler haben wir im Griff gehabt, der letzte Entscheidungsträger hat aber etwas tendenziös gearbeitet. Wir hatten nicht so viele Chancen, aber es war ein sehr offenes Spiel in der ersten Hälfte. Dass einer von zwei Standards zum 0:1 geführt hat, war schon schockierend für mich. Das zweite Tor war der Knackpunkt, nach dem dritten Tor haben sie uns gefressen."

Atdhe Nuhiu (Rapid-Torschütze): "Ich freue mich über das Tor und vor allem, dass wir hier 3:0 gewonnen haben. Wir haben ein bisschen schwer ins Spiel gefunden, die zwingenden Chancen haben gefehlt. In der zweiten Hälfte haben wir uns dann auch Chancen herausgearbeitet. Wenn die Verteidiger die Tore machen, ist das gut. Das zeigt, dass die ganze Mannschaft torgefährlich ist."

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