Völlig unterkühlt

Unfreiwillige Nacht am Berg kostete letzte Kraft

Am Hochlecken bei Steinbach am Attersee (Oberösterreich) mussten zwei Deutsche eine Nacht lang biwakieren. Einer der Männer war dann so erschöpft, dass an ein Weitergehen nicht zu denken war. Die Bergrettung musste mit Tee und Trage anrücken, um den 27-Jährigen zu retten.

Zwei deutsche Staatsbürger aus Schärding, 27 und 31 Jahre alt, stiegen am Sonntag gegen 11 Uhr vom Ortsteil Kaisigen in Steinbach am Attersee über den markierten Wanderweg in Richtung Hochleckenhaus auf. Auf dem Plateau des Höllengebirges hatten die beiden aufgrund der Schneelage die Wegmarkierung verloren und das Hochleckenhaus nicht erreicht. Da sie keine Stirnlampen mitführten und ein Absteigen in der Dunkelheit unmöglich war, fassten sie gegen 16.30 Uhr den Entschluss, im Gelände zu biwakieren.

Völlig erschöpft
Der 27-Jährige war nach der ungewollten Nacht derart erschöpft und unterkühlt, dass die beiden am Montag einen Notruf absetzten. 14 Mann der Bergrettungsortsstelle Steinbach am Attersee und zwei Beamte der Alpinpolizei Gmunden stiegen so rasch wie möglich zu den beiden auf und versorgten sie mit warmen Getränken und Wärmepackungen.

Der 27-Jährige wurde mittels „SKED-Trage“ bis unter die Wolkendecke transportiert. Anschließend wurde er mit dem Notarzthubschrauber „Martin 3“ in das Salzkammergut Klinikum nach Vöcklabruck geflogen. Der 31-Jährige stieg mit den Rettungskräften ins Tal ab.

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Montag, 19. April 2021
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