05.02.2021 11:52 |

17.000 Covid-Tote

Auch Tschechien will nun „Sputnik V“-Impfstoff

Auch Tschechien hat Interesse an dem russischen Coronavirus-Impfstoff „Sputnik V“ bekundet. Ministerpräsident Andrej Babis brach am Freitag zu einem Besuch in Budapest auf, um sich bei seinem Kollegen Viktor Orban über den dort geplanten Einsatz des Impfstoffs zu informieren. Ungarn hatte als erster EU-Staat eine Notfallzulassung für das Präparat erteilt.

„Wir würden es selbstverständlich alle bevorzugen, wenn die Europäische Arzneimittelagentur das russische Vakzin genehmigen würde“, sagte Babis vor seinem Abflug der tschechische Nachrichten- und Presseagentur CTK.

Ärger über langsam anlaufende Impfungen
In der tschechischen Bevölkerung ist der Ärger über das langsame Tempo der Impfkampagne groß. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden in Tschechien bis Freitag 327.759 Dosen verabreicht. Es gibt immer mehr Berichte, dass Politiker, Funktionäre und sogar Tausende Polizeibeamte den Impfstoff außer der Reihe bekommen haben sollen.

Prag verschärfte Regeln für die Einreise
Aus Angst vor neuen Virusmutationen hat die Regierung in Prag die Einreiseregeln weiter verschärft. Grundsätzlich werden Ausländer ohnehin nur noch in dringend notwendigen Fällen wie zum Beispiel Dienstreisen ins Land gelassen. Neu ist nun, dass bereits vor der Einreise aus allen Nachbarstaaten ein negativer Corona-Test vorgelegt werden muss. Nach der Ankunft ist dann ein zweiter Test Pflicht. Bis zum Vorliegen eines negativen Ergebnisses müssen die Menschen in Quarantäne.

Bis dato knapp 17.000 Covid-Todesfälle
Tschechien hat knapp 10,7 Millionen Einwohner und wurde stark von der Corona-Krise getroffen. Seit Beginn der Pandemie gab es mehr als eine Million bestätigte Coronavirus-Infektionen und knapp 17.000 Todesfälle.

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