26.01.2021 10:00 |

Vor dem Nightrace

Mit Hans Knauß in Schladming unterwegs

Hans Knauß, Ex-Skistar und der wohl berühmteste Schladminger, präsentiert die Lieblingsplätze in seiner Geburtsstadt. Der „Krone“ verriet er beim Bummel auch, welcher Traum ihm in seiner Heimat verwehrt blieb.

„Griaß di Helga!“, „Habe die Ehre, Flo!“ - Rund 6800 Einwohner zählt Schladming, Hans Knauß kennt quasi jeden einzelnen. Zumindest gefühlt. Beim Spaziergang durch seine Heimatstadt bekommt der Olympia-Silbermedaillengewinner von 1998 seine Hand vom Grüßen kaum einmal herunter. „Und das ist ja das, was ich an Schladming so mag. In der Stadt hast du immer als Mensch gezählt, ganz egal, was du gewonnen hast. Und das schätze ich sehr."

Ein Wunsch blieb verwehrt
Bei unserem Treffpunkt an der Ramsauerstraße mit Blick über die Stadt, sprudelt es aus Knauß nur so heraus: „Da links am Fastenberg bin ich aufgewachsen. Da unten bin ich zur Schule gegangen, und das ist, unschwer zu erkennen, die Planai. Mein großer Traum war ja immer, dass dort auch ein Weltcup-Riesenslalom ausgetragen wird.“

Dieser Wunsch blieb dem bald 50-Jährigen (in exakt zwei Wochen feiert er seinen Runden) verwehrt. “Mein bestes Resultat war ein dritter Platz beim Super-G, ich glaub, es war 1999. Gewonnen hat damals der Hermann Maier vor dem Stephan Eberharter.„

Ein Schnitzerl, das „richtig pfeift“
Nächste Station auf unserem Stadtrundgang ist die „Tischlerei“, das Lieblingsrestaurant des zweifachen Familienvaters. „Ich bin da vielleicht nicht ganz objektiv, weil es meiner Schwägerin gehört - aber es schmeckt halt anders, wenn man weiß, dass alle Zutaten aus der Region kommen. Und das Kalbsschnitzel dort, das pfeift so richtig.“

Trotz einschlägiger Verbindungen ist aber auch für Knauß in Zeiten wie diesen Endstation beim Gitter vor dem versperrten Lokal. „Aktuell heißt’s eben für uns alle warten. Leider war Geduld aber schon in meiner aktiven Zeit nicht wirklich meine Stärke.“

Ein leerer Hauptplatz
Am Hauptplatz friert dann sogar der Frohnatur das Lächeln kurzfristig im Gesicht ein. „Es ist schon ein Wahnsinn. Jetzt ist kurz nach 14 Uhr am Vortag zum Nightrace und wir sind ganz allein.“ Dabei befindet sich hier eigentlich einer seiner absoluten Lieblingsplätze. „Wenn ich Zeit habe, setze ich mich zum Niederl auf einen Kaffee und tratsche mit fast jedem, der vorbeikommt - herrlich!“

Das heutige Rennen wird sich der Kitzbühel-Sieger von 1999 ausnahmsweise nicht im Zielstadion anschauen, sondern mit seiner Familie daheim im Ortsteil Obere Klaus. Sein Siegertipp für heute: „Ich bin ja ein großer Fan unseres Slalom-Teams, weil das einfach eine coole Truppe ist. Mein Tipp ist der Manuel Feller, für den ist die Zeit jetzt einfach reif.“

Marcus Stoimaier
Marcus Stoimaier
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