13.01.2021 05:05 |

Risikogruppe

Diabetiker brauchen rasch Covid-Impfung!

Menschen mit Zuckerkrankheit müssen Priorität haben. Die Empfehlungen des Nationalen Impfgremiums bestätigen klar die Notwendigkeit einer raschen Verfügbarkeit der COVID-19-Impfung für diese Patientengruppe, da bei ihnen mit  erhöhtem Risiko für schwere Verläufe der Erkrankung zu rechnen ist.

„Das österreichische Diabetes-Covid-19-Register und zahlreiche internationale Studien untermauern klar diese Empfehlung. Menschen mit Diabetes sollen rasch mit der Schutzimpfung versorgt werden. Das schützt jeden einzelnen Patienten und entlastet unsere intensivmedizinischen Einrichtungen. Untersuchungen zeigen, dass mehr als die Hälfte der Intensivmedizinisch versorgten COVID-19-PatientInnen Diabetes hatten und noch dazu ein Drittel an der Vorstufe Prädiabetes litten. Geradeweil Menschen mit Diabetes eine große Gruppe in unserer Bevölkerung darstellen, ist es wichtig, bei Ihnen rasch mit den Impfungen anzufangen“, erklärt Assoz.-Prof. Priv.-Doz. Dr. Harald Sourij, Klinische Abteilung für Endokrinologie und Diabetologie an der Medizinischen Universität Graz.

Da immer wieder falsche und verdrehte Informationen von Impfgegner große Bevölkerungsgruppen zu einer unbegründeten Skepsis verleiten, appelliert Univ. Prof. Dr. Susanne Kaser, Medizinischen Universität Innsbruck und Präsidentin der Österreichische Diabetes Gesellschaft (ÖDG): "Lassen Sie sich nicht verunsichern! Die COVID-19 Schutzimpfung ist für Menschen mit Diabetes - genauso wie für alle anderen - eine Chance und keine Bedrohung! Die Impfstoffe sind alle vor der Zulassung gewissenhaft geprüft und in Studien an sehr vielen Personen untersucht worden. Bei diesen Zulassungsstudienwurde der Impfstoff auch bereits an Menschen mit Diabetes getestet und die publizierten Datenzeigen eine hohe Wirksamkeit bei Menschen mit und ohne Diabetes mellitus. Jeder Patient mit Zuckerkrankheit sollte seine Chance auf eine Impfung nützen! Die Einschränkungen der Zulassung beziehen sich auf unter 16-jährige und auf Schwangere, da bei diesen die Impfung noch nicht ausreichendgeprüft wurde.

Karin Rohrer-Schausberger, Kronenzeitung

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