11.01.2021 07:06 |

ungenaueres ergebnis

Schul-Tests wecken Zweifel

Kürzeres Stäbchen, leichtere Handhabung: Die neuen Selbst-Tests, die auch an den Salzburger Schulen eingesetzt werden sollen, weisen auf den ersten Blick einen Weg aus dem Homeschooling. Doch Experten äußern Bedenken. Wenn nicht täglich getestet wird, könnten in der Schule trotzdem weitere Ansteckungen passieren.

Als „die Möglichkeit die Schulen nicht nur zu öffnen, sondern auch offen zu halten“, pries Bildungsminister Heinz Faßmann die neuen „Anterio-Nasal-Tests“ an, mit denen sich in Zukunft die Schüler einmal wöchentlich selbst testen sollen. Statt dem herkömmlichen, recht unangenehmen Nasenabstrich muss das Stäbchen nur wenige Zentimeter in die Nase eingeführt werden. Der Abstrich soll fast so genau sein wie die professionell durchgeführten Tests.

Daniel Wallerstorfer sieht die neuen Selbst-Tests kritisch. Er führt das Unternehmen Novogenia samt Labor in Eugendorf. „Dieser Test zeigt erst dann ein positives Ergebnis, wenn man bereits sehr viele Viren im Körper hat. Die erwischt man wahrscheinlich auch mit dieser neuen Abstrich-Methode im Nasenbereich. Schwieriger wird es hingegen bei denen, die nicht so viele Viren im Körper haben.“

Ab heute wird wieder in den Bezirken getestet
Wer viele Coronaviren im Organismus hat, hat im Normalfall auch Krankheitssymptome. Ansteckend ist man jedoch schon Tage davor. Deswegen sieht Wallerstorfer auch das wöchentliche Test-Intervall kritisch. „Die Antigen-Tests sind nur eine Momentaufnahme, man müsste täglich testen“, sagt er. Wenn man Infizierte erkennen will, bevor sie ansteckend sind, muss man laut Wallerstorfer auf die genaueren PCR-Tests setzen. Übrigens: Ab heute gibt es wieder gratis Antigen-Schnelltests an sechs Stationen.

Marie Schulz
Marie Schulz
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