10.01.2021 10:00 |

Viele Details ungeklar

Für Schnelltests an Schulen fehlt Fahrplan

Salzburgs Schüler sollen künftig jeden Montag mit einem Stäbchen in der eigenen Nase bohren, um so Klarheit über ihren Infektions-Status zu bekommen. Bis auf den Selbst-Test ist noch vieles ungeklärt: Etwa wann wieder in den Schulen unterrichtet wird, wie Lehrer getestet werden sollen und was für Kindergärten gilt.

Die Weihnachtsferien sind vorbei und trotzdem bekommen die Schüler nur spärlich Informationen vermittelt: Noch immer ist unklar, ob mit 18. Jänner der Unterricht wieder in den Schulen stattfinden kann. Einzig zu den wöchentlichen Corona-Tests gab die Politik Details bekannt: Schüler sollen sich selbst testen können (siehe Seiten 6/7). Salzburgs Bildungsdirektor Rudolf Mair erhofft sich dadurch einen „bahnbrechenden Erfolg“ in der Virus-Bekämpfung: „Der Vorteil daran ist, dass man kein zusätzliches Personal benötigt, da die Oberstufen-Schüler die Tests selbst machen können. Wir werden die Schulärzte aber verstärkt miteinbeziehen. Sie sollen die Tests vorzeigen und den Vorgang genau erklären.“

Zitat Icon

Ich wünsche mir, dass die Strategie soweit aufgeht und genügend Schüler mitmachen, dass wir die Schulen gar nicht mehr schließen müssen.

Salzburgs Bildungsdirektor Rudolf Mair

Fragen zu Anzahl, Dauer und Lehrer-Tests offen
Einige Fragen sind allerdings noch ungeklärt: „Wie werden die Tests zum Beispiel verteilt? Auch auf die Fragen wie viele Tests es für Salzburg gibt oder auf welche Zeitdauer diese Teststrategie angedacht ist, fehlen noch Antworten“, so Mair. Klarheit soll eine Konferenz in der kommenden Woche bringen.

Kindergärten warten vergeblich auf Infos
Geht es nach Mair, sollten die Tests vor Ort auch den Lehrern zur Verfügung stehen. Laut Bund sollen Lehrkräfte in die Test-Strategien der Länder miteinbezogen werden. In Salzburg gibt es dazu allerdings noch keine Auskunft.

Über fehlende Informationen ärgert sich auch der Vizebürgermeister der Stadt Salzburg, Bernhard Auinger (SPÖ). Es gebe noch überhaupt keine Vorgaben für die Kindergärten. „Wir haben 600 Pädagogen und wissen nicht, wann oder wo sie getestet werden sollen. Das bereitet uns Kopfzerbrechen“, erklärt Auinger. Während der Dienstzeit sei das de facto nicht möglich. Auinger überlegt eine Kooperation mit den städtischen Seniorenheimen. Sollten keine Tests möglich sein, stellt die Stadt den Kindergärten 5000 FFP2-Schutzmasken zur Verfügung.

Magdalena Mistlberger
Magdalena Mistlberger
Stephanie Angerer
Stephanie Angerer
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