06.01.2021 16:18 |

Vorerst Fernunterricht

Warten auf Entscheidung über Rückkehr an Schulen

Mit dem Ende der Weihnachtsferien beginnt am Donnerstag plangemäß wieder der Unterricht an den heimischen Schulen. Abgesehen von den Sonderschulen ist es für die Kinder und Jugendlichen allerdings keine Rückkehr in die Klassenzimmer, sondern in den Fernunterricht. Frühestens am 18. Jänner soll dann der Präsenzunterricht wieder für alle 1,13 Millionen Schüler starten - falls die Infektionszahlen das zulassen. Über den tatsächlichen Termin wird erst entschieden.

Wann der Präsenzunterricht wieder beginnt, wird von Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) per Verordnung festgelegt. Nach geltender Gesetzeslage sollen die Schüler am 18. Jänner wieder im Klassenzimmer sitzen, hatte der Minister zuletzt betont - falls die Infektionszahlen dies zulassen. In den kommenden Tagen stehen dazu noch politische Entscheidungen an. ÖVP-Klubchef August Wöginger hatte bereits seine Präferenz für geschlossene Schulen bis zum Ende des Lockdowns am 24. Jänner gezeigt. Wann ein regulärer Unterricht an Ort und Stelle möglich sein wird, wird sich erst in den nächsten Tagen herausstellen.

Wie bereits in vergangenen Fernunterricht-Phasen wird für unter-14-Jährige bei Bedarf wieder Betreuung an den Schulen angeboten. Zuletzt (30.11. bis 4.12.) haben laut Bildungsministerium knapp 18 Prozent der unter 14-Jährigen dieses Angebot genutzt, an Volksschulen waren es 27 Prozent. Lediglich an den Sonderschulen wird bereits ab 7. Jänner wieder Unterricht im Klassenzimmer stattfinden, da ein Umstellen auf Fernunterricht teilweise aufgrund der Einschränkungen der Schüler nur schwer möglich ist.

Elternvertreter und Opposition erwarten Rückkehr an Schulen am 18. Jänner
Der Dachverband der Elternvereine an öffentlichen Pflichtschulen hat am Mittwoch in einer Aussendung erneut betont, dass er „wie angekündigt“ eine Rückkehr der Schüler am 18. Jänner erwartet. „Der Dachverband trat immer und tritt weiterhin für geregelten und kontinuierlichen Präsenzunterricht ein.“

NEOS-Bildungssprecherin Martina Künsberg Sarre erwartet sich ebenfalls regulären Unterricht ab 18. Jänner. Sie pocht dabei auf entsprechende Tests und ein umfassendes Sicherheitskonzept, das bis dahin ausgearbeitet und endlich umgesetzt werden müsse. Auch SPÖ-Bildungssprecherin Sonja Hammerschmid hatte sich zuletzt für diesen Starttermin ausgesprochen und einmal mehr eine Teststrategie für Schulen und ein weitreichendes Sicherheitskonzept eingefordert. Die FPÖ hat zuletzt ebenfalls auf eine Rückkehr in den Präsenzunterricht ab dem 18. Jänner gepocht.

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