Trotzt selbst Sturm

„The Bug“: Britische Armee testet neue Nano-Drohne

Elektronik
04.01.2021 08:46

Die britische Armee setzt künftig auf „Käfer“: In Zusammenarbeit mit dem Rüstungskonzern BAE Systems hat der Hersteller UAVTek jetzt 30 Exemplare seiner „The Bug“ (englisch für Käfer) genannten Nano-Drohne zu Testzwecken an die Streitkräfte des Vereinigten Königreichs geliefert. Das Fluggerät soll selbst widrigsten Wetterverhältnissen trotzen können.

„The Bug“ bringt lediglich 196 Gramm auf die Waage und wiegt damit in etwa so viel wie ein Smartphone. Die Flugzeit gibt der Hersteller mit bis zu 40 Minuten an, die maximale Geschwindigkeit mit 80 Kilometern pro Stunde. Die reguläre Funk-Distanz, aus der die Nano-Drohne gesteuert werden und Videos übertragen kann, beträgt zwei Kilometer. Per optionalem LTE ließe sich der „Käfer“ über das Mobilfunknetz jedoch auch von nahezu jedem Ort dieser Welt aus steuern.

(Bild: uavtek.co.uk)

Trotzt Sturmböen
Die eigentliche Besonderheit ist laut UAVTek jedoch seine Widerstandsfähigkeit. So soll die Drohne für jedes Wetter geeignet sein, egal ob Regen, Schneefall oder Sturm. Demnach trotzt der Käfer selbst Windgeschwindigkeiten bis zu 35 Knoten mit Böen bis zu 45 Knoten (umgerechnet bis zu rund 83 km/h). Und wenn er einmal nicht fliegt, soll er, beispielsweise gut getarnt in einer Wiese liegend, „über Stunden“ Feinde beobachten bzw. belauschen können - eine entsprechende Konfiguration mit Mikrofon vorausgesetzt.

„Selbst bei widrigsten Wetterverhältnissen kann der Bug wichtige taktische Informationen darüber liefern, was um die Ecke oder hinter dem nächsten Hügel ist, und arbeitet autonom, um den Truppen ein visuelles Update zu geben. In Kombination mit unseren anderen Informationsvorsprung-Produkten kann dieser Video-Feed bereichsübergreifend genutzt werden, sodass Befehlshaber zu Land, zu Wasser und in der Luft ihr Situationsbewusstsein verbessern und ihre Entscheidungen treffen können“, so James Gerard von BAE Systems.

(Bild: uavtek.co.uk)

Zusammen mit UAVTek will der Rüstungshersteller nun erproben, mit welchen Sensoren und Fähigkeiten der Bug ausgestattet werden kann und wie sich die Drohne in andere militärische Ausrüstung integrieren lässt.

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