22.12.2020 07:37 |

„Stern von Bethlehem“

Jupiter und Saturn so nah beieinander wie selten

Jupiter und Saturn sind sich am Montagabend so nahe gekommen wie nur äußerst selten. Menschen rund um den Globus blickten in den Himmel, um die von Astronomen als „Große Konjunktion“ bezeichnete Begegnung der beiden größten Planeten unseres Sonnensystems zu verfolgen. Tatsächlich waren Jupiter und Saturn mehr als 730 Millionen Kilometer voneinander entfernt.

Von der Erde aus gesehen kamen sich Jupiter und Saturn sehr nahe und sind für unser Auge am Nachthimmel zu einem hellen Punkt verschmolzen. Diese seltene Konstellation könnte eine Erklärung für den Stern von Bethlehem sein. Astrologen zufolge gab es ein ähnliches Zusammentreffen auch um die Zeitenwende, laut Physiker Werner Gruber „haben wir das nur alle 800 Jahre“.

Die besten Bedingungen zur Beobachtung des Planeten-Treffens herrschten am Äquator. Im westlichen Europa mussten die Himmelsgucker in südwestliche Richtung hinaufblicken, um das Phänomen zu beobachten. In der indischen Metropole Kolkata verfolgten Hunderte Hobby-Astronomen das Spektakel durch ein Teleskop in einem Technologie-Museum und von Hausdächern oder freien Flächen aus. In Kuwait zogen Planeten-Fans in die Wüste, um eine besonders gute Sicht auf das Himmelsphänomen zu haben.

Ähnliches Aufeinandertreffen erst wieder 2080
Die „Große Konjunktion“ von Jupiter und Saturn findet etwa alle 20 Jahre statt - wie nah sie dabei von der Erde aus erscheinen, ist aber unterschiedlich. Derart eng beisammen wie an diesem Montag - dem Tag der Wintersonnenwende auf der nördlichen Hemisphäre und des Sommerbeginns auf der südlichen Erdhalbkugel - werden sie erst im Jahr 2080 wieder zu sehen sein.

Zuvor war es im Jahr 1623, dass Jupiter und Saturn aus der Perspektive der Erde derart eng beisammen erschienen.

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