03.12.2020 12:34 |

1182 neue Jobs

Digitalschub bringt neue Arbeitsplätze trotz Krise

Das Virus hat den Arbeitsmarkt hart getroffen. Aber es sind auch neue Jobs entstanden, vor allem in den Bereichen Elektronik- und Software. Der Digitalisierungsboom durch neue Anwendungen und Nischen brachte in der Kärntner Industrie seit dem ersten Lockdown im März sogar 1182 Arbeitsplätze für neue Mitarbeiter.

Auf der einen Seite hat die Krise Zigtausenden den Arbeitsplatz gekostet. Zuletzt stieg die Arbeitslosigkeit in Kärnten um 16,7 Prozent. Die Kärntner Industrie hat sich aber als widerstandsfähig erwiesen: Die Mitarbeiteranzahl ist seit dem Lockdown sogar auf 35.321 angestiegen.

Großer Digitalschub
„Die Elektro-/Elektronik-Branche profitiert von einem großen Digitalschub“, heißt es. Während das Automotiv-Geschäft noch leide, steige die Auslastung in anderen Bereichen an. „Wir holen wieder auf“, freut sich Michael Velmeden von CMS Electronics. Treiber seien unter anderem Smart Home-Anwendungen, Industrie 4.0 und die Elektromobilität.

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Es zieht sich ein Digitalisierungsschub durch Europa. Viele Unternehmen suchen jetzt IT-Spezialisten.

Timo Springer, Industriellenvereinigung

Ganze Tourismusdestinationen digitalisiert das Klagenfurter Unternehmen Alturos Destinations: Marketing, Ticketkauf, Gästebespaßung - die Freizeitwirtschaft verlagert sich ins Internet. Die Auftragsflut brachte seit März 50 neue Mitarbeiter.

Dynatrace im Lakesidepark
Auch das Softwareunternehmen Dynatrace setzt seinen Wachstumskurs fort. „Für den Standort Klagenfurt suchen wir Mitarbeiter“, motiviert Managerin Claudia Streussnig. Softwareentwickler sind im ganzen Land heiß begehrt. „Uns hat die Krise nicht so stark getroffen“, verrät David Pietschmann von der Klagenfurter Forschungsschmiede Lakeside Park. Viele der 70 hier angesiedelten Unternehmen suchen Personal. Neben der Arbeitslosigkeit steigt auch der Bedarf an Spezialisten.

Thomas Leitner
Thomas Leitner
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