27.11.2020 06:51 |

Abgeordneter in Seoul:

Hacker-Angriff aus Nordkorea auf Impfstofffirmen

Südkoreas Geheimdienst hat nach eigenen Angaben nordkoreanische Versuche vereitelt, südkoreanische Firmen zu hacken, die Corona-Impfstoffe entwickeln. Microsoft hatte erst kürzlich vor Cyberangriffen gewarnt, die von drei staatlichen oder Staaten nahestehenden Gruppen, die für Russland und Nordkorea arbeiten würden, ausgeführt worden seien.

Die Nachrichtenagentur News1 zitierte ein Mitglied des Geheimdienst-Parlamentsausschusses in Seoul. Die nordkoreanischen Spionageversuche seien aber erfolglos geblieben und hätten keinen Schaden angerichtet, so der Abgeordnete.

Microsoft zufolge zielten die von ihnen Mitte November aufgedeckten Angriffe auf sieben führende Unternehmen ab, die an der Erforschung von Impfstoffen und Therapien gegen Covid-19 beteiligt seien. Der für Sicherheit zuständige Vizepräsident von Microsoft, Tom Burt, machte die aus Russland stammende Hackergruppe Strontium sowie zwei nordkoreanische Akteure für die Angriffe verantwortlich.

Moskau: Hacker-Vorwürfe „politische Modeerscheinung“
Russland konterte, es sei zu einer „politischen Modeerscheinung“ geworden, Russland ständig Hackerattacken zur Last zu legen, sagte Vize-Außenminister Sergej Riabkow am Dienstag laut der staatlichen Nachrichtenagentur Ria Nowosti.

Auch russische Unternehmen würden immer wieder im Visier von Hackern geraten, betonte der Minister. Moskau suche den Kontakt zu Washington, um solche Angriffe aus dem Ausland durch Experten zu untersuchen. Doch die US-Regierung blocke dies ab.

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