Nations League

„Rote Teufel“ und drei Weltmeister im Final Four

Drei Weltmeister-Nationen und der Weltranglisten-Erste Belgien stehen im Finalturnier der Nations League. Neben dem regierenden Weltmeister Frankreich sowie Spanien schafften am Mittwochabend auch Italien und die „Roten Teufel“ den Sprung zum im Oktober 2021 geplanten Final Four. Weder der aktuelle Nations-League-Champion Portugal noch dessen Vize Niederlande sind indes dabei.

„Es ist erst die zweite Ausgabe, aber wenn man auf die Mannschaften schaut, die im Final Four dabei sind, merkt man, dass es ein prestigeträchtiger Bewerb ist“, meinte Belgiens Teamchef Roberto Martinez. Die Elf des Spaniers agierte in der Gruppenphase imposant. Fünf Siege in sechs Partien, nur England gelang es mit einem 2:1-Heimsieg, die Belgier einmal in Zaum zu halten.

16 Tore schossen Romelu Lukaku und Co. insgesamt. Zum Abschluss gab es ein 4:2 gegen den ersten Verfolger Dänemark. Die Dänen agierten im Brüsseler Vorort Löwen zwar mitunter dominant, die Hausherren waren aber das clevere Team. „Wir haben bewiesen, dass wir auch in komplizierten Partien bestehen können“, stellte Doppel-Torschütze Lukaku fest. „Unser Fußball hat sich entwickelt, wir sind kompakt in der Abwehr und treffen auch aus wenigen Chancen“, meinte der Angreifer von Inter Mailand. Lukaku hält nun bei 57 Toren in 89 Einsätzen für Belgien.

Patzer von Courtois
Lachen konnten die Belgier schlussendlich auch über einen haarsträubenden Fehler von Torhüter Thibaut Courtois, dem ein Rückpass von Nacer Chadli unter der Fußsohle zum zweiten dänischen Treffer ins Tor durchrutschte. „Eden wird das sicher lustig finden“, sagte Thorgan Hazard, dessen Bruder verletzungsbedingt fehlte.

„Goldene Generation“
Die Mannschaft ist erpicht darauf, in den kommenden Jahren Großes zu schaffen. Bei der WM 2018 galten die Belgier als ernsthafter Titelkandidat, mussten sich im Halbfinale aber Frankreich als überlegene Elf geschlagen geben. Bei der EM im kommenden Jahr und auch bei der WM-Endrunde 2022 in Katar will sich die „Goldene Generation“ um Eden Hazard, Kevin de Bruyne oder Courtois belohnen. Auch an Talent mangelt es den Belgiern nicht. Nicht nur gegen Dänemark auf sich aufmerksam machen konnte beispielsweise der 23-jährige Youri Tielemans von Leicester City. Martinez sah die Nations League als ideale Vorbereitung für anvisierte Großtaten. „Diese Spiele sind es, was wir brauchen. Solche K.o.-Partien bekommt man sonst nur bei großen Turnieren“, meinte er.

krone Sport
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Mittwoch, 22. September 2021
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