14.11.2020 13:38 |

Maßnahmen greifen

Weniger Neuinfizierte und Todesopfer in Italien

In Italien ist am Samstag die Zahl der Coronavirus-Neuinfizierten und der weiteren Todesopfer gesunken, was Anlass zur Hoffnung gibt. Die Zahl der Neuansteckungen ging in 24 Stunden von 40.902 auf 37.255 zurück. Es gab 544 Tote, sechs weniger als am Vortag. Somit beträgt die Zahl der Todesopfer seit Beginn der Epidemie in Italien am 20. Februar 44.683. Innerhalb von 24 Stunden wurde 227.695 Tests durchgeführt, teilte das Gesundheitsministerium mit.

Die Zahl der bestätigten aktiven Fälle stieg von 663.926 auf 688.35. Die Zahl der SARS-CoV-2-Infizierten in Quarantäne lag bei 653.731. Die Zahl der in Spitälern behandelten Covid-19-Patienten erhöhte sich gegenüber dem Vortag von 30.914 auf 31.398, teilte das Ministerium mit. Auf den Intensivstationen lagen 3306 Patienten, das sind 76 mehr als am Vortag.

In Italien scheinen die restriktiven Anti-Covid-Maßnahmen der vergangenen Wochen zu greifen. Die Epidemiekurve steige in den letzten Tagen weniger schnell, berichtete der Präsident von Italiens Oberstem Gesundheitsinstitut, Franco Locatelli, bei einer Pressekonferenz am Samstag in Rom. Der R-Wert sei auf durchschnittlich 1,7 gesunken, doch die Zahl der Infizierten sei immer noch zu hoch, man könne daher im Kampf gegen die Epidemie nicht nachlassen.

Ziel sei, den R-Wert unter 1 zu drücken, um zu verhindern, dass das Gesundheitssystem zu stark belastet werde. Der R-Wert zeigt an, wie viele Menschen eine mit dem Virus infizierte Person im Schnitt ansteckt.

Vorsichtsmaßnahmen zu Weihnachten
Locatelli rief die Italiener zu weiteren Opfern vor den Weihnachtsfeiertagen auf. Auch zu Weihnachten werde man jedoch die Vorsichtsmaßnahmen einhalten müssen, warnte der Experte.

Die Regierung in Rom hatte das Land mit seinen 60 Millionen Einwohnern in der vergangenen Woche in drei Zonen eingeteilt - Gelb, Orange und Rot. Zuletzt galten für mehr als die Hälfte der 20 italienischen Regionen strenge Beschränkungen.

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